Hund mit Keks

Immer häufiger werden Hunde mit Ködern vergiftet. Aber auch einige Lebensmittel haben schwere gesundheitliche Folgen. Hier erfahren Sie, was neben Schokolade und Avocados noch tödlich enden kann.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dr. Gaby Rummel: Bei einer Vergiftung sofort in die Tierarztpraxis kommen

Ein Hund iegt im Gras
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Vergiftungserscheinungen erkennen

Erbrechen, Durchfall sind die ersten Symptome. Es gibt aber auch Gifte, die sofort massive Vergiftungserscheinungen auislösen, das kann vom Torkeln bis hin zur sofortigen Bewusstlosigkeit sein. Herbeiführen können das zum Beispiel Schneckengift oder auch einige Medikamente.

Kann man selbst was tun?

Besser nicht, sagt Dr. Gaby Rummel. Denn bei einigen Vergiftungen sei es am besten, sofort Erbrechen herbeizuführen, bei anderen kann Erbrechen den Zustand nur verschlimmern. Kohle kann man geben, aber meist verschwendet man damit nur Zeit. Am besten: Hund einpacken und sofort ab zum Tierarztpraxis. Hat der Hund einen Giftköder gefressen, sollten Sie am besten Reste davon mit zur Behandlung nehmen.

So beugen Sie vor

Üben Sie mit Ihrem Hund, dass draußen nichts aufgenommen wird. Ihr Hund sollte erfahren, dass maximale Aufmerksamkeit nicht dann stattfindet, wenn man etwas unerwünschtes tut, sondern vor allem dann, wenn man richtige Dinge tut. Ziel ist, dass Ihr Hund reagiert, wenn Sie "nein" sagen und das Teil auf dem Boden liegen lassen.

Giftige oder tödliche Lebensmittel

Viele Besitzer geben ihrem Hund übrig gebliebene Essensreste oder Süßigkeiten. Tierärzte warnen immer wieder davor, Reste zum Fressen zu geben. Zum einen kann diese Art der Ernährung zu Mangelerscheinung führen, zum anderen sind einige Lebensmittel für den Hund giftig. Auch wenn Sie Ihren Hund besonders verwöhnen möchten, sollten Sie lieber zu Hundesnacks oder speziellen Keksen greifen. Grundsätzlich sollte der Hund überhaupt nichts Gewürztes zu Fressen bekommen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Giftköder oder Silvesterreste

Vorsicht Giftköder - ein Schild warnt Hundehalter.
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Aber nicht alle Nahrungsmittel sind für Hunde gleich gefährlich. Viele Faktoren wie Rasse, Gesundheitszustand oder Alter spielen eine Rolle, ob das jeweilige Lebensmittel einfach nur unverdaulich oder sogar giftig ist.

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Giftige Lebensmittel für Hunde

  • Im ungekochten Zustand enthalten ungekochte Hülsenfrüchte Phasin, dieses verklebt die roten Blutkörperchen. Mögliche Symptome: Bauchkrämpfe, Leberschwellung, Fieber, Erbrechen
  • Nachtschattengewächse wie Auberginen,  Kartoffeln und Tomaten dürfen nicht roh an Hunde verfüttert werden. Besonders die grünen Stellen enthalten den Giftstoff Solanin. Mögliche Symptome:  Erbrechen, Durchfall, Störung der Gehirnfunktion
  • Geflügelknochen splittern leicht und im Hals stecken bleiben, was zum Ersticken führen könnte. Mögliche Symptome:  Verletzung der Maulhöhe oder Verdauungstaktes, Darmverschluss
  • Milchprodukte: Hunde sind grundsätzlich laktoseintolerant. Mögliche Symptome: Blähungen, Erbrechen, Durchfall
  • Salz bringt den Elektrolythaushalt der Hunde durcheinander, dies kann zu Nierenproblemen führen. Das gesteigerte Bedürfnis nach Wasser kann zu einer Magendrehung führen. Mögliche Symptome:  Nierenprobleme, Magendrehung
  • Fetthaltige Lebensmittel wie Speck oder Geflügelhaut sollte nie an Hunde verfüttert werden. Mögliche Symptome:  Verdauungsprobleme, Stoffwechselerkrankung
  • Das im Süßstoff enthaltene Xylit kann das Absinken des Blutzuckerspiegels bewirken. Mögliche Symptome: Durchfall, Erbrechen
  • Hunde sollten grundsätzlich keine Nüsse essen. Bei Walnüssen besteht die Gefahr, dass sie mit einem toxinbildenen Pilz befallen sein könnten. Mögliche Symptome: epileptische Anfälle, Krämpfe, Zittern
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Schokolade ist für Hunde giftig und kann sogar tödlich sein - die meisten Hundebesitzer wissen das. Auch dass Alkohol für Hunde äußerst gefährlich sein kann, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass auch Weintrauben, Avocado oder Knoblauch tödlich sein können?

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Tödliche Lebensmittel für Hunde

  • Der Konsum von Alkohol kann zu einer chronischen Leber- und Nierenschädigung führen. Mögliche Symptome:  Atemnot, Erbrechen, Krampfanfälle
  • Avocados enthalten den Wirkstoff Persin, der Herzmuskelschäden hervorrufen kann. Wie schädlich Avocados sind, ist auch unter Tierärzten umstritten. Mögliche Symptome:  Atemnot, Herzrasen, Wasserbauch
  • Hopfen kann in größeren Mengen lebensgefährlich für den Hund werden. Mögliche Symptome:  Fieber, Herzrasen, Keuchen
  • Koffein in Kaffee oder enthält Methylxanthin, welches sich sehr negativ auf das Nervensystem auswirkt. Mögliche Symptome:  Erbrechen, Herzrasen, Ruhelosigkeit
  • Das in Schokolade enthaltene Theobromin ist für Hunde giftig. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin und damit die Gefahr für den Hund. Mögliche Symptome:  Atembeschwerden, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Pulsbeschleunigung, Zittern
  • Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten. Erkrankt der Hund daran, dann endet es immer tödlich. Mögliche neurologische Symptome: Ticks, Schäumen, Wesensveränderung, Tobsuchtsanfälle
  • Weintrauben enthalten Oxalsäure. Bei bestimmten Rassen kann es zur Unverträglichkeit kommen. Mögliche Symptome:  Erbrechen, Lethargie, Nierenversagen
  • Zwiebeln und Knoblauch enthalten Wirkstoffe wie N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid, die die roten Blutkörperchen bei Hunden angreifen. Mögliche Symptome:  Blutbildveränderung, Blut im Urin, Gelbsucht
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Sendung: hr4, Britta am Mittag, 13.01.2020 12:15 Uhr

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