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zum hr-fernsehen.de Video Giftiger Riesen-Bärenklau – heftige Verbrennungen auf der Haut

Riesenbärenklau

Der Kontakt mit dem Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, kann gefährlich sein. Es drohen schwere Hautverbrennungen. Was Sie gegen die Verbreitung der Pflanze tun können, erfahren Sie hier.

Warum ist der Riesenbärenklau so gefährlich?

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Steckbrief Riesenbärenklau

  • Größe: Dreieinhalb bis vier Meter
  • Aussehen: Bis zu 10 cm dicke, kräftige, oft rot gesprenkelte Stängel, sehr große Blätter
  • Blüte: Große, weiße Dolden, Durchmesser bis zu 50 cm, blüht von Juni bis August
  • Vermehrung: Bis zu 50.000 Samen, die bis zu zehn Jahre überleben
  • Gefahr: Hautkontakt mit den giftigen Pflanzensäften führt zu Verbrennungen
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Seit einigen Jahrzehnten breitet sich die ursprünglich im Kaukasus beheimatete Staude bei uns rasant aus. Sie gedeiht vor allem auf Brachflächen und an Uferrandstreifen. Wegen ihrer Größe und der großen weißen Dolde ist sie zwar schön anzusehen, allerdings ist die Pflanze für uns Menschen gefährlich. Denn der Riesenbärenklau sondert beim Schneiden einen Saft ab, der im Zusammenspiel mit Sonnenlicht zu stark juckenden Hautentzündungen und verbrennungsähnlichen Verletzungen führt (Phototoxische Reaktion).

Was tun, wenn man den Riesenbärenklau berührt hat?

Auch wenn keine unmittelbare Reaktion sichtbar ist, die Stellen sofort mit Wasser und Seife intensiv abwaschen und abdecken. Eine Sonnenschutzcreme auftragen und die Sonne für zwei bis drei Tage meiden. Wer sich stark verbrannt hat und eventuell sogar Symptome wie Fieber, Schweißausbrüche oder Kreislaufstörungen hat, sollte einen Arzt aufsuchen und ihm die Pflanze als Ursache für die Verbrennungen nennen.

Riesenbärenklau
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So bekämpft man den Riesenbärenklau

  • Pflanzen ausgraben (April oder Mai): Die im Wachstum befindliche Pflanze tief ausstechen (mindestens 15 cm) – nach einiger Zeit kontrollieren, ob die Pflanze komplett entfernt wurde.
  • Während der Blüte Erst die Blütendolden abhacken (Schutzkleidung, Handcshuhe und Schutzbrille!) und vorsichtig in Plastiksäcke stecken und entsorgen. Das am besten am Abend oder bei starker Bewölkung machen.
  • Kleine Keimlinge mit der Hacke entfernen
  • Mehrjährige Nachkontrollen im Mai/Juni, da die Samen noch Jahre im Boden keimen können
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Woher stammt der Riesenbärenklau?

Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Kaukasus und wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze eingeführt. Schon damals riet man dazu, den ätzenden Riesenbärenklau nur nachts zu pflücken Denn ohne Sonnenlicht verliert die Herkulesstaude ihre ätzende Wirkung.

Warum breitet sich der Riesenbärenklau so schnell aus?

Eine einzige Pflanze produziert rund 50.000 Samen. Die Nachkommen breiten sich in Gärten, Parkanlagen, an Flussufern und in Wäldern aus. Daher ist es schwer, den Riesenbärenklau zu bekämpfen. Er hat sich bei uns längst eingebürgert. Ihn auszurotten, ist unmöglich: Obwohl Naturschützer den Riesenbärenklau jedes Jahr mitsamt seinen kräftigen Wurzeln roden.

hr4, 26.08.2019

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