"Sale" steht an einem Schaufenster

Musik, Gerüche und Super-Sonderangebote haben nur ein Ziel: uns zum Kaufen zu verführen! Wir sagen Ihnen, welche Psycho-Tricks uns beeinflussen und wie wir uns dagegen wehren können.

Musik

Wo die Kunden zugreifen, wird auch durch Musik-Berieselung beeinflusst. Forschungen haben ergeben, dass Konsumenten beispielsweise in einer Weinhandlung bei französischer Musik auch tatsächlich französischen Wein kaufen, und entsprechend bei italienischer Musik auch zur italienischen Rotweinflasche greifen. Bei entspannter Musik sind wir eher bereit, Geld auszugeben, außerdem wird so eine angenehme Atmosphäre erzeugt.
Fazit: Entspannte Musik + angenehme Atmosphäre = lockerer Geldbeutel

Geruch

Im Geschäft riecht es nach Natur, Sonne oder einem angenehmen Parfum? Dann überlegen Sie besser zweimal, was Sie wirklich kaufen wollen und was nicht. Denn angenehme Gerüche erzeugen – ebenso wie die Musik – ein wohliges Gefühl – und das bringt uns in Shopping-Laune.
Fazit: Angenehme Atmosphäre + unaufdringlicher Duft + schöne Musik = noch lockerer Geldbeutel

Der "Zwei-zum-Preis-von-einem"-Trick

Oft gibt es Produkte im Kombi-Pack: Die sind dann zwar etwas teurer als ein Produkt, aber dafür gibt es was gratis dazu. Und so landet die Tasse. Tee, Kandiszucker-Kombi oder das Parfum-Bodylotion-Geschenkset in unserer Einkaufstüte. Und das, obwohl wir doch nur eine Tasse und Parfum kaufen wollten. Bei Kombi-Packungen sollten Sie deshalb genau überlegen: Brauche ich das wirklich? Und vor allem den Preisvergleich machen: Was kostet das Produkt, wenn ich all das, was ich gar nicht brauche, weglasse?

Die 9 ist die Psycho-Zahl

Ein beliebter Trick ist die 9 im Preis: Wer kennt Produkte für 20 oder 50 Euro? Niemand! Meist zahlen wir 19,99 oder 49,99 Euro. Und - zack – haben wir das  Gefühl, ein unglaubliches Schnäppchen gemacht zu haben: Denn die Preise sehen so viel niedriger aus und suggerieren uns bei einem Cent Unterschied ein unheimlich günstiges Produkt.

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Zwei Strategien zum Sparen

Strategie 1: Vorher festlegen, dass man nur eine bestimmte Summe Geld ausgeben will und nicht mehr.

Strategie 2: Sich bei jedem Produkt, das man in die Hand nimmt, mental stoppen und sich die Frage stellen: Brauche ich das wirklich?

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Gut versteckt: Sonderangebote und günstige Artikel

Die günstigen Produkte findet man in der Regel nicht auf Augenhöhe – dort werden die schönen, teuren Markensachen präsentiert. Preiswerte Alternativen sind im Regal entweder ganz oben, wo man auch gar nicht so gut herankommt, oder ganz unten, so dass man sich bücken muss.

Sale-Produkte findet man meist nicht in der ersten Reihe. Die Tische und Regale mit echten Schnäppchen sind oft sehr unordentlich – so hat man gar keine Lust, nach hübschen Dingen zu suchen. Außerdem stehen günstigere Produkte oft ganz hinten und man muss an all den schönen, tollen, neuen - und teuren - Dingen vorbei.

Auch die Auszeichnung ist oft verwirrend. Was kostet das eigentlich? Ist das richtig ausgezeichnet? Gilt hier auch der Rabatt? Ziel des Wirrwars: Man greift doch lieber zu den ordentlichen, neuen Produkten - und bezahlt mehr.

Luxus wertet auf

Viele Geschäfte nehmen ein paar Luxus-Artikel in ihr Sortiment auf. Der Plan: Die hohen Preise dieser Artikel lassen "normale" Produkte viel günstiger wirken - und wir schlagen zu. Vor allem Weihnachten fällt dieses Phänomen auf.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 13.03.2018, 06:00 Uhr

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