Medikamente stehen auf einem Tisch

Zwiebel, Kartoffel, Salbei: Gegen Erkältung helfen altbewährte Hausmittel aus Omas Zeiten. Wir stellen Ihnen ein paar vor.

Die Nase läuft, der Kopf dröhnt und der Körper fühlt sich an wie Blei. Sollte Sie eine Erkältung erwischt haben, ist Ruhe angesagt. Legen Sie sich ins Bett oder warm eingepackt auf das Sofa und schonen Sie Ihren Körper. Nach wie vor gilt das geflügelte Wort eines HNO-Arztes: Mit Arzt dauert eine Erkältung sieben Tage, ohne Arzt eine Woche. Mit Medikamenten lässt sich gegen die Beschwerden aber wenig ausrichten. Sie lindern nur die Symptome, haben jedoch keinen Einfluss auf die Dauer der Erkältung. Erkältungen sind zwar lästig aber in der Regel harmlos. Geht es einem nach vier bis fünf Tagen nicht besser oder tritt hohes Fieber auf, dann sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Erkältungsfakten

  • Eine Erkältung dauert sieben Tage
  • Medikamente lindern nur die Symptome
  • Erkältungen sind in der Regel harmlos
  • Wenn es nach vier Tagen nicht besser wird: ab zum Arzt
  • Auch bei Fieber sollte man den Arzt aufsuchen  
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Allzweckwaffe Zwiebel

  • gegen Schleim: Schneiden Sie eine Zwiebel klein und lassen sie diese circa fünf Minuten in einem halben Liter Wasser köcheln. Nachdem Sie alles durch ein Sieb abgegossen haben, können Sie bis zu vier Tassen täglich trinken.
  • gegen Husten: Würfeln Sie eine kleine Zwiebel klein, streuen Sie Zucker darüber und lassen das ganze eine Stunde ziehen. Nach einer Stunde können Sie den Saft einnehmen.
  • gegen Ohrenschmerzen: Schneiden Sie eine Zwiebel klein und wickeln Sie diese in ein Baumwolltuch. Legen Sie sich diese auf das schmerzende Ohr, am besten über Nacht.


Um am nächsten Morgen wieder befreit atmen zu können, nutzen Sie die ätherischen Öle in der Zwiebel. Schneiden Sie diese einfach auf und stellen Sie über Nacht neben Ihr Bett.  

Holunderblüten

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Tipp

Auch Lindenblüten, Ingwer und Wachholderbeeren eignen sich für die Teezubereitung.  

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Brühen Sie zwei Teelöffel Holunderblüten mit heißem Wasser auf und lassen das Ganze zehn Minuten ziehen. Der Holunderblütentee bringt Ihren Kreislauf wieder in Gang. Wenn Sie den Tee abends vor dem Schlafen trinken, hilft er Ihnen über Nacht den Infekt auszuschwitzen.

Kleine Knolle, große Wirkung: Kartoffeln

  • gegen Halsschmerzen: Kochen Sie circa sechs Kartoffeln weich und zerdrücken diese. Streichen Sie anschließend den Kartoffelstampf auf ein Baumwolltuch und wickeln es sich um den Hals.
  • gegen Ohrenschmerzen: Kochen Sie zwei Kartoffeln weich und streichen Sie die zerdrückten Kartoffeln auf ein Leintuch. Lassen Sie die Auflage ein paar Stunden auf dem Ohr liegen.
  • gegen Brustschmerzen: Zerstampfen Sie sechs weichgekochte Kartoffeln und streichen die Masse auf ein Baumwolltuch. Das Tuch sollte ein zwanzig mal zwanzig Zentimeter großes Päckchen ergeben. Legen Sie sich das auf die Brust und wickeln Sie anschließend Ihren Oberkörper mit einem längs gefalteten Frotteetuch ein.

Quark

Ein Quarkwickel lindert Halsschmerzen schnell. Dafür einfach 500 Gramm Quark auf Körpertemperatur erwärmen und auf ein Baumwolltuch streichen. Falten Sie dieses längs und wickeln es um den Hals herum. Darüber sollten Sie zusätzlich einen Schal tragen. Nachdem der Quark getrocknet ist, können Sie den Wickel entfernen.  

Salbei

Ein Tee aus Salbei hilft bei Mandelentzündungen. Kochen Sie dazu Salbeiblätter in Wasser auf und lassen Sie das Ganze 15 Minuten abgedeckt ziehen. Gurgeln Sie den Tee mehrmals am Tag fünf bis zehn Minuten. Salbeitee wirkt entzündungshemmend und desinfizierend.  

Erkältungssalbe

Wenn Sie wegen einem starken Husten nicht schlafen können, dann sollten Sie Ihre Erkältungssalbe auf den Spann der Füße auftragen und anschließend dicke Socken anziehen. Dieser Geheimtipp lässt den Husten verschwinden und Sie können in Ruhe schlafen.

Außerdem helfen folgende Tipps

  • Trinken Sie viel!
  • Lüften Sie regelmäßig!
  • Sorgen Sie für feuchte Luft!
  • Meiden Sie trockene Heizungsluft!
Ein Schüssel mit Wasser und Kamille-Blüten sowie ein Handtuch

Eine feuchte Luft ist gut für die Schleimhäute. Durch den regelmäßigen Austausch der Luft - trockene, verbrauchte raus und frische, feuchte rein - erhöht man das Wohlbefinden. Zusätzlich kann man mit den klassischen Inhalieren von salzhaltiger Luft die Atemwege befreien. Einfach, wie es die Großmutter schon gemacht hat, Salz in heißem Wasser auflösen, den Kopf drüber halten und mit einem Handtuch abschließen. Dann die Dämpfe einatmen. Zusätzlich kann man auch ätherische Öle, beispielsweise Minzöl, Eukalyptus oder Kamille, verwenden.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 06.02.2019, 06:05 Uhr

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