Kind mit Erdbeeren
Erdbeeren sind im Sommer besonders aromatisch. Bild © Model Foto: Colourbox.de

Aus, aus, aus, Erdbeeren sind aus! Von Mai bis Juli gibt es die süßen Früchte in Hülle und Fülle, jetzt geht die Saison langsam zu Ende. Was Erdbeer-Fans jetzt tun können.

Tipp 1: Erdbeersaft

Happy Day, Granini oder Pago – verschiedene Hersteller bieten Erdbeersaft an. Wer auf die Zutatenliste schaut, der merkt schnell: Nicht nur Erdbeeren wurden hier in die Flasche gepresst. Zu finden ist Wasser, Apfelsaft, andere Beerensäfte – und Zucker. Und – ganz ehrlich - geschmacklich ist das für echte Erdbeerfans keine wirkliche Alternative zur Frucht. Wer sich trotzdem den Geschmack des Sommers konservieren möchte, dem empfehlen wir selbstgemachten Erdbeersaft für Mineralwasser- oder Sektschorle.

Das Rezept

Zutaten

  • 500 g Erdbeeren
  • ½ l Wasser
  • 5 EL Zitronensaft
  • 200 g Agavendicksaft (entspricht cirka 130 g Zucker)
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung

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Die Erdbeeren waschen und halbieren. ¾ der Erdbeeren mit Wasser, Zitronensaft, Agavendicksaft und der Vanilleschote in einem Topf aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und nach dem Abkühlen für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Eventuell nach Geschmack etwas mehr Agavendicksaft dazu geben. Die restlichen Erdbeeren grob hacken und dazugeben. Wer mag, kann das Ganze noch durchpürieren.

Tipp 2: Gefrorene Erdbeeren

Egal ob selbst einfrieren oder auf Tiefkühlware zurückgreifen. Gefrorene Beeren machen im Joghurt oder Quark wenig Unterschied. Lediglich optisch sind die aufgetauten Früchte unansehnlicher als die frischen - es sei denn, sie werden zunächst in kleinen Portionen eingefroren. Dazu die Beeren auf Schalen vereinzeln und einfrieren. Danach können sie in einem Beutel in größeren Mengen verpackt und weiter eingefroren werden. Bei -18 Grad bringen uns die schockgefrosteten Früchtchen über den erdbeerfreien Winter. Unsere Expertin Elke Meyer hat zum Einfrieren einen wichtigen Tipp: "Wichtig ist, dass Sie spezielle Gefrierbeutel oder gefriergeeignete Behältnisse verwenden, die vom Hersteller entsprechend gekennzeichnet sind und den niedrigen Temperaturen unbeschadet standhalten können.“ Alle Tipps von unserer Expertin Elke Meyer finden Sie hier.

Tipp 3: Alternativen suchen

Andere Beeren essen als Alternative? Leider nein, denn wenn die Erdbeerzeit vorbei ist, verschwinden auch fast alle anderen süßen Früchtchen aus den Regalen – jedenfalls wenn man Wert auf deutsche Ware legt. Die Him- und Brombeeren bleiben uns bis Mitte Oktober erhalten, aber danach ist Schluss. Eine Alternative sind Weintrauben oder Beeren aus dem Tiefkühlfach. Über den Verlust der Erdbeeren können dann vielleicht zusätzlich leckere, angeröstete Kerne oder Trockenobst (ja, es gibt auch getrocknete Erdbeeren) im Müsli hinweghelfen.

Tipp 4: Monatserdbeeren pflanzen

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Erdbeeren

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Der hr4-Garten-Doc: Diese Erdbeeresorten sind empfehlenswert

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Aber damit auch im nächsten Jahr ausreichend Erdbeeren im Haus sind, sollten Sie jetzt Erdbeeren pflanzen. Besonders lange tragen Monatserdbeeren. Sie stammen von der Walderdbeere ab und sind sehr robust. Sie tragen von Juni bis Oktober, allerdings sind ihre Früchte etwas kleiner als die normalen Gartenerdbeeren. Wer also im Freiland oder Kübel Monatserdbeeren pflanzt, der hat bis in den Oktober kleine Beeren für Joghurt und Quark. Besonders schön kommen sie in Blumenampeln zur Geltung. Noch mehr Tipps für Beerenpflanzen im Kübel finden Sie hier.

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Und so geht das Einpflanzen bei Monatserdbeeren in Kübeln

  • sie mögen ein Gemisch aus Gemüseerde und Sand, gerne mit einer Drainageschicht aus Kies
  • nicht zu tief einpflanzen, das Herz sollte über der Erde sein
  • Standort: sonnig
  • im Herbst zurückschneiden
  • Wind- und regengeschützt überwintern
  • Vor Dauerfrost schützen
  • im Winter mäßig gießen
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Erdbeeren

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Jetzt Erdbeeren pflanzen

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Erdbeeren aus Monokulturen

Ist die Not ganz groß, lässt sich der eine oder andere hinreißen und kauft Früchte aus Erdbeerkulturen. Keine gute Idee, denn geschmacklich können die nicht überzeugen. Sie werden meist auf kargen Böden mit hohem Dünger- und Wassereinsatz produziert. Der Geschmack bleibt auf den langen Transportwegen meist auf der Strecke. Dann lieber warten oder auf die Tipps 1 bis 4 zurückgreifen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 13.08.2018, 06:00 Uhr

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