Selbst gemacht - Untersetzer aus Filz

Filzen macht Spaß, ist einfach und enorm vielseitig. Aus flauschiger Wolle entstehen schöne Formen – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mit ein wenig Übung kann man bereits tolle Ergebnisse erzielen.

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Es braucht nicht viel, um diese individuellen Untersetzer selber zu filzen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.

Um Filzkugel-Untersetzer zu basteln, benötigt man lediglich eine Schüssel mit warmen Wasser, Filzwolle, ein Handtuch, Handseife, eine Nadel und Nylonfaden.

Selbst gemacht - Untersetzer aus Filz

Ein paar Flocken Wolle abzupfen, kurz anrollen und ein wenig ins Seifenwasser tauchen. Die Wolle in der Hand rollen. So lange weitermachen, bis eine feste Kugel entsteht.

Selbst gemacht - Untersetzer aus Filz

Nachdem die Kugeln getrocknet sind, können sie zusammengenäht werden.

Selbst gemacht - Untersetzer aus Filz

Einzigartig und auch eine schöne Geschenkidee.

Selbst gemacht - Untersetzer aus Filz

Filztechniken

 Trocken- oder Nassfilzen? Diese Frage stellt sich anfangs fast jeder Anfänger. "Das ist Geschmackssache", sagt Christina Christ. Sie filzt seit 15 Jahren und hat in Ahnatal im Landkreis Kassel ein Atelier. Christ liebt das Trockenfilzen. "Bei dieser Filztechnik braucht man nicht viel Erfahrung und kann ohne große Vorbereitung loslegen." Das Nassfilzen sei hingegen zeitaufwändiger und an einen Arbeitsplatz gebunden. "Man braucht auf jeden Fall eine wasserabweisende Unterlage."  

  • Trockenfilzen: Bei dieser Filztechnik kommen trockene Filzwolle und spezielle Nadeln zum Einsatz. Die sehr dünnen und sehr spitzen Nadeln haben Widerhaken. Das wiederholte Einstechen sorgt dafür, dass die Wollfasern sich zu einem Filz verbinden. Das Trockenfilzen ist geeignet, um zum Beispiel Styroporteile zu umfilzen.
  • Nassfilzen: Zum Nassfilzen braucht man warmes Wasser, Filzwolle, Bewegung und Seife. Durch das warme Seifenwasser quellen die Wollfasern auf und die oberste Schuppenschicht spreizt sich ab. Die Bewegung (Hände vorsichtig über die Wollfläche gleiten lassen) sorgt für eine enge Verbindung zwischen den Schuppen. So entsteht nach und nach ein fester Stoff.

Die richtige Wolle

Filzwolle ist Wolle (häufig vom Schaf), die weitgehend unbehandelt ist. Sie wurde noch nicht zu Garn weiterverarbeitet, sondern lediglich gereinigt und eventuell eingefärbt. 

  • Kurze Härchen: „Für das Trockenfilzen ist grobe Vlieswolle am besten geeignet. Sie hat kurze Fasern, die kreuz und quer durcheinander liegen“, so Christ. So verbindet sich die Wolle schneller.
  • Lange Härchen: Für das Nassfilzen eignet sich sowohl grobe als auch feine Wolle. „Vlies ist auch hier für Anfänger leichter zu verarbeiten, da sich die Fasern schneller verbinden“, sagt Christ. Aber auch Kammzugwolle (enthält den glatte lange Haare der Rohwolle) kann benutzt werden.

 Tipps für Anfänger

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  • Zu viele Materialen von einer Sorte: Filz-Anfänger sollten ruhig verschiedene Woll- und Nadelsorten ausprobieren und nicht zu viel Wolle von einer Sorte kaufen. So tastet man sich nach und nach an die Lieblingswolle und -Nadel heran.
  • Auf die Fingerspitzen aufpassen: Gerade am Anfang sticht man sich schnell mal in den Finger. Deshalb sollte man niemals einfach in der Hand filzen, sondern lieber auf einer Schaumstoffunterlage arbeiten.
  • Geduld mitbringen: Es muss nicht gleich alles perfekt sein. Filzen braucht Zeit und Geduld. „Beim Filzen gibt es selten richtig oder falsch. Man kann auch zum Schluss noch alles retten“, sagt Christ. Und wenn man lang genug dranbleibt, kommt der Rest oft von ganz allein.
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Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 06:05 Uhr, 2.11.2018

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