Auto mit Nebelschlussleuchte

Im Herbst bildet sich sehr häufig Nebel. Hier kommen dann Nebelschweinwerfer und -schlussleuchte zum Einsatz, wenn die Bedingungen stimmen. Leider gibt es immer wieder Autofahrer, die sich nicht daran halten.

Am einfachsten zu handhaben ist das Einschalten der Nebelschlussleuchte. Geregelt ist es in Paragraf 17 der Straßenverkehrsordnung (StVO). In Absatz 3 heißt es klar und eindeutig: "Nebelschlussleuchten dürfen nur dann benutzt werden, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt."

Nicht schneller als 50 km/h

Es gilt die Faustregel: Sichtweite = maximale Geschwindigkeit. Das bedeutet, man darf mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte maximal 50 km/h fahren! Wird die Sichtweite entsprechen geringer, heißt das auch Fuß vom Gas.

Kleiner Tipp: Die Leitpfosten am rechten Fahrbandrand haben einen Abstand von 50 Metern. Wenn man also den nächsten aufgrund des Nebels nicht mehr sehen kann, dann reduziert man die Geschwindigkeit, vielleicht auf 40 oder gar 30 km/h.

Leitpfosten

Wer die Nebelschlussleuchte zu früh, also bei Sichtweiten über 50 Meter einsetzt, kann mit einem Bußgeld von 20 Euro belangt werden. Kommt es dadurch zu einem Unfall, erhöht sich die Strafe auf 35 Euro.

Weitere Informationen

Hinweis

Die Regelung gilt nicht nur außerorts, sondern auch innerorts, wenn die Sichtweite dort entsprechend eingeschränkt ist.

Ende der weiteren Informationen

Bei starkem Regen oder Schneefall darf man die Nebelschlussleuchte nicht einschalten! Aber natürlich sollte man die Geschwindigkeit auch entsprechend anpassen. Auch das wird gerne und häufig falsch gemacht. Sicherlich passiert das in guter Absicht, aber das grelle Licht der Nebelschlussleuchte blendet die anderen Verkehrsteilnehmer, besonders wenn der Effekt durch die nasse Straße noch verstärkt wird.

Seit 1991 ist die Nebelschlussleuchte Pflicht

Dagegen steht die Nichtbenutzung nicht unter Strafe. Die Nebelschlussleuchte dient der eigenen Sicherheit, um bei schlechter Sicht von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden. Sie ist seit 1991 bei allen Fahrzeugen, die schneller als 60 km/h fahren, vorgeschrieben. Ältere Autos müssen nicht nachgerüstet werden, im Gegensatz zu US-Importen. Fahrzeuge aus den USA müssen mit einer Nebelschlussleuchte versehen werden. Der Wagen muss also eine Leuchte haben, aber man muss sie nicht einschalten.

Nebelscheinwerfer gelten auch für andere Witterungsbedingungen

Nebelscheinwerfer

Im Gegensatz zu Nebelschlussleuchten dürfen Nebelscheinwerfer nicht nur bei Nebel, sondern auch bei erheblichen Sichtbehinderungen wie Regen oder Schnee eingeschaltet werden. Hier gilt die Regel: auf Autobahnen unter 150 Metern, auf Landes- und Bundesstraßen bei Sichtweiten zwischen 100 und 120 Metern. Entsprechend sollte auch die Geschwindigkeit angepasst werden. Bei Sichtweiten unter 150 Metern sollte man höchstens 100 km/h fahren, unter 100 Metern maximal 80 km/h und unter 50 Metern maximal 50 km/h.

Falscher Einsatz kostet

Viele machen es gerne, entsprechend nervt es auch viele und die Genervten haben auch noch recht: Der Einsatz von Nebellampen bei guter Sicht ist verboten und zieht, wenn man erwischt wird, eine Strafe von 25 Euro nach sich. Auch wenn viele sich dadurch eine bessere Sicht auf die Straße versprechen, reicht bei höheren Geschwindigkeiten der besser ausgeleuchtete Bereich vor dem Auto nicht aus, um zu reagieren, wenn dort ein unvorhergesehenes Hindernis auftaucht.

So ein "fahrender Lampenladen" im Rückspiegel nervt und belästigt eher die vorherfahrenden Fahrer. Und jeder will ja ein guter Autofahrer sein und kein Blender.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 18.10.2018, 06:00 Uhr

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