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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Innenminister Beuth hat Fragen zu den Corona-Impfungen beantwortet

Der hessische Innenminister Peter Beuth

In einer Fragestunde mit dem hessischen Innenminister und Beauftragten für die Corona-Impfungen konnten die hr4-Hörerinnen und -Hörer ihre Fragen zum Thema stellen. Ein großer Schwerpunkt lag auf der Frage nach den bevorstehenden Impfungen.

Peter Beuth, Innenminister des Landes Hessen und Sonderbeauftragter für die Impfungen gegen Covid-19, hat sich eine Stunde für die Sorgen und Nöte der hr4-Hörerinnen und -Hörer zum Thema genommen und viele Fragen beantwortet. Auch zur umstrittenen 15-km-Regelung hat er sich geäußert. Hier die wichtigsten Ergebnisse.

Ab 12. Januar Anmeldung zur Impfung

Weitere Informationen

Impfterminvergabe ab 12. Januar, 8:00 Uhr

per Telefon:

  • 116 117
  • 0611 50592888

Online:
www.impfterminservice.hessen.de

Ende der weiteren Informationen

Ab dem 19. Januar wird in Hessen geimpft. Dafür können sich Personen ab 80 Jahren ab Dienstag, 12. Januar, 8:00 Uhr anmelden. Die Anmeldung und Festlegung eines Termins ist möglich per Telefon oder per E-Mail. Die älteren Menschen wurden auch vom Land Hessen angeschrieben und sollten in den nächsten Tagen einen entsprechenden Brief erhalten, in dem alle Regelungen der Anmeldung noch einmal erklärt sind.

Beim Anruf zur Terminvergabe bittet Peter Beuth um Geduld, denn es sind über 400.000 Personen, die im ersten Durchgang geimpft werden können. Wenn alle am Dienstag um 8:00 Uhr anrufen, gibt es lange Wartezeiten. Wer kann, sollte es deshalb online probieren oder Familienangehörige und Freunde bitten zu helfen. Es sind nur der Name, das Geburtsdatum und eine Telefonnummer wichtig. Ist eine E-Mail-Adresse vorhanden, werden alle relevanten Informationen dorthin geschickt.

Sechs Impfstandorte ab 19. Januar einsatzbereit

Die Anmeldung ist zur Zeit nur für die ersten sechs Impfzentren möglich. In folgenden Städten werden ab dem 19. Januar erste Impfungen möglich sein:

  • Kassel: Stadt und Landkreis Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner
  • Fulda: Vogelsberg, Fulda, Hersfeld-Rotenburg
  • Gießen: Wetterau, Stadt und Landkreis Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf
  • Frankfurt: Frankfurt, Stadt und Landkreis Offenbach, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus
  • Wiesbaden: Stadt Wiesbaden, Rheingau-Taunus, Limburg-Weilburg
  • Darmstadt: Stadt Darmstadt, Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Odenwald

Weitere 22 regionale Impfzentren werden in den nächsten Wochen, Minister Beuth spricht von bis zu vier Wochen, an den Start gehen. Wenn diese Zentren einsatzfähig sind, sind auch dort Impftermine möglich. Bei der Terminvergabe werden jeweils die Termine für beide Impfungen - jetzt und dann drei Wochen später eine zweite - vergeben.

Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Hessen

Zugelassen zu den Impfungen sind Personen, die hier in Hessen mit ihrem ersten Wohnsitz gemeldet sind. Auch Mitbürgerinnen und Mitbürger mit einem ausländischen Pass, die aber in Hessen wohnen, bekommen ihren Termin.

Wünschenswert ist es, wenn die betroffenen Seniorinnen und Senioren zu den Impfzentren kommen. Hier sind dann auch Familie und Freunde gefragt, die beim Transport dorthin behilflich sind. Natürlich kann auch ein Fahrdienst in Anspruch genommen werden. Laut Peter Beuth übernehmen die Krankenkassen oder das Land die Kosten. Sollte es aber nicht möglich sein, ein Impfzentrum aufzusuchen, dann sind auch in einigen Wochen mobile Impfteams einsatzfähig. Sie kommen dann zu den betroffenen Personen in die Wohnung und führen die Impfung dort durch.

Über das weitere Vorgehen bei den Impfungen wird informiert

Wenn die über Achtzigjährigen sowie das medizinische Personal und die Pflegekräfte und Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft sind, werden nach und nach die übrigen Personengruppen geimpft. Es wird sich allerdings ziehen. Ob es dann auch aufgrund der aktuellen Erfahrungen Anschreiben an die betroffenen Personengruppen geben wird, ist noch nicht klar. Aber die Landesregierung wird, so der Innenminister, über das weitere Vorgehen rechtzeitig informieren. Alle, die sich impfen lassen wollen, werde das über kurz oder lang tun können.

Da es momentan nur den Impfstoff von Biontech/Pfizer in den Impfzentren gibt, ist keine freie Impfstoffwahl möglich. Ob es später, wenn auch die Wirkstoffe anderer Hersteller zur Verfügung stehen, möglich ist, den Impfstoff zu wählen, kann Peter Beuth nicht vorhersagen. Die Wirksamkeit ist bei allen gegeben.

Die 15-km-Regelung

In Gebieten mit hohen Corona-Fallinfizierungen gilt die sogenannte 15-km-Regelung. D. h. man darf sich maximal 15 Kilometer vom Wohnort entfernen. Allerdings gibt es, so Innenminister Beuth, natürlich auch Ausnahmen. Wer über zwei Wohnsitze verfügt, darf zwischen diesen beiden Orten pendeln. Ebenso sind Besuche bei Kranken oder Menschen im Pflegeheim möglich. Auch die Familienzusammenführung ist möglich. Partner*innen, die weiter als 15 Kilometer auseinanderwohnen, dürfen sich natürlich sehen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Innenminister Beuth zur 15-km-Regelung

Der hessische Innenminister Peter Beuth
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Und der Minister stellte auch noch einmal klar, dass bei dem Begriff "Hausstand" natürlich die soziale Gemeinschaft gemeint ist. So dürfen sich die Großeltern mit der Familie eines Kindes treffen. Geschwister, die in getrennten Haushalten leben, können sich mit ihren Kindern und Partnern auch treffen.

Was die Kontakte angeht, bitte der Minister es nicht zu übertreiben. Natürlich kann man sich an einem Tag mehrmals mit je einer Person aus verschiedenen anderen Haushalten treffen. Damit hält man sich formal an die Bestimmungen, unterläuft aber den Wunsch, die Anzahl der direkten Kontakte zu beschränken. Damit wird dann nicht das Risiko der Verbreitung eingedämmt. Mit Verständnis und Freiwilligkeit wird der Kampf gegen die Ausbreitung des Virus schneller zu gewinnen sein.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 11.01.2021, 10:00 Uhr

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