Wechselwirkung bei Medikamenten

Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac und Acetylsalicylsäure (ASS). Das sind die gängigen Wirkstoffe gegen Schmerzen, zumeist rezeptfrei erhältlich und es ist gut, dass es sie gibt. Doch darauf sollten Sie bei der Einnahme der Medikamente achten.

Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac, Acetylsalicylsäure

Ibuprofen

Niedrig dosiert hilft Ibuprofen gegen Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Regelbeschwerden. Hoch dosiert wirkt es ebenso entzündungshemmend. Allerdings sollte der Patient dann auch seinen Magen mit entsprechenden Mitteln vorbereiten, denn der natürliche Schutz durch sogenannte Prostaglandine fällt bei hoch dosierter Einnahme von Ibuprofen aus. Daher verursacht dieser Wirkstoff häufig Magenschmerzen, Durchfall oder Übelkeit.

Paracetamol

Fiebersenkend und schmerzlindernd wirkt Paracetamol. Bei Entzündungen ist es allerdings ungeeignet. Auch Kindern wird dieser Wirkstoff häufig bei Fieber und Schmerzen verschrieben. Obacht gilt bei Überdosierung; schwere Leberschädigungen können die Folge sein.

Diclofenac

Arthrose, rheumatische Erkrankungen oder diverse Sportverletzungen; hier kommt Diclofenac zum Einsatz. Es lindert Entzündung und Schmerz. Bei Überdosierung droht Leber- bzw. Nierenschädigung. Und wer Probleme im Herz-Kreislaufbereich hat, sollte auf die Einnahme von Diclofenac verzichten.

Acetylsalicylsäure

Dies ist wohl das gängigste Mittel gegen den Kopfschmerz. Vitamin C und Koffein verstärken die Wirkung; daher sind einige wirksame Kombipräparate auf dem Markt erhältlich. Acetylsalicylsäure wirkt dem Auftreten von Thrombosen entgegen. Hoch dosiert ist es entzündungshemmend und wird auch bei Rheuma und Arthritis eingesetzt. Aber: Wie immer, wenn Wirkstoffe hoch dosiert verabreicht werden, treten verstärkt Nebenwirkungen auf. Diese können sein: Blutungen von Magen- und Darmschleimhaut sowie Sodbrennen. Für Kinder ist Acetylsalicylsäure übrigens nicht geeignet.

Darauf ist bei der Einnahme zu achten

  • Dauermedikation ist immer problematisch. Schmerzmittel besser nicht länger als drei Tage hintereinander einnnehmen.
  • Wer häufig Schmerzen zu beklagen hat, sollte unbedingt den Arzt konsultieren; denn: Schmerzmittel lindern die Beschwerden, bekämpfen aber nicht die Ursache.
  • Wechselwirkungen beachten! Manche Medikamente vertragen sich untereinander nicht, beziehungsweise verstärken oder schwächen ihre Wirkung.
Weitere Informationen

Wahl der Flüssigkeit, mit der man Medikamente einnimmt, ist ebenso entscheidend

  • Milch zur Tablette - ohne zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden - ist keine gute Idee, besonders bei Antibiotika aus der Familie der Tetrazykline, die man zum Beispiel gegen Zeckenbisse nimmt. In dem Fall bildet das Antibiotikum einen unlöslichen Komplex mit dem Kalzium aus der Milch und wirkt wesentlich schwächer.
  • Kaffee oder Tee können durch die Gerbstoffe problematisch sein und zu Wechselwirkungen führen. Es ist gut, wenn mindestens eine halbe Stunde zwischen dem Kaffee- oder Teegenuss und der Medikamenteneinnahme liegen.
  • Fettes kann die Aufnahme von Wirkstoffen stören. Fett verhindert eine gute Aufnahme von Antibiotika, aber auch anderer Medikamente. Die Aufnahme in die Blutbahn wird durch hohen Fettgenuss behindert. Und auch das kann zu einer Schwächung des Medikaments führen.
  • Trinkt man Grapefruitsaft während der Medikamenteneinnahme, zum Beispiel Niphedipin-Präparate, die den Blutdruck senken, also Herzmedikamente, kann es dazu kommen, dass dieser Wirkstoff stärker wirkt, weil er nicht so gut abgebaut wird. Das kann gefährlich werden und unberechenbare Nebenwirkungen auslösen. Auch Hormonpräparate sollte man nicht mit Grapefruitsaft zu sich nehmen.
  • Alkohol ist selbstredend kein guter Begleiter der Medikamente.
  • Mit Wasser sind Sie auf der sicheren Seite.
Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 09.03.2019, 06:00 Uhr

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