Zufriedene Frau
Selbstgespräche haben ihren Sinn. Bild © Model Foto: Colourbox.de

Zur Motivation, als Erinnerungshilfe und zur Analyse komplexer Zusammenhänge: Der Psychologie-Professor Dietrich Dörner verrät, wie uns Selbstgespräche im Alltag helfen.

Jeder führt Selbstgespräche. Und das, was wir das Denken nennen, das ist im Wesentlichen ein inneres Sprechen mit sich selbst. Die menschliche Denkfähigkeit hängt an der Sprachfähigkeit. Das sagt unser Experte, der emeritierte Bamberger Psychologie-Professor Dr. Dr. Dietrich Dörner. Und hier sind drei gute Beweggründe, warum es sinnvoll ist, mit sich selber ein Gespräch zu führen.

1. Motivation - "Ich schaffe das!"

Selbstmotivation schadet nicht! Steht man vor einer schwierigen Situation, so kann man sich bei Leistungssportlern Folgendes abschauen: Sie murmeln den Bewegungsablauf vor sich hin und motivieren sich mit einem kräftigen "Ich schaffe das!".

2. Erinnerungshilfe - "Wo ist der Schlüssel?"

Wenn man etwas laut zu sich selber sagt, dann prägt es sich besser ein. Ein gutes Beispiel hierfür ist der häufig verlegte Schlüssel. Der Psychologie-Professor Dr. Dr. Dietrich Dörner rät dazu, beim Ablegen des Schlüssels laut auszusprechen, wo man ihn jetzt gerade deponiert: "Ich lege den Schlüssel auf die Kellertreppe". Somit wird man sich leichter später erinnern und nicht mehr suchen müssen.

3. Analyse - "Was soll ich machen?"

Jeder kennt das. Eine schwierige Situation bahnt sich an. Man weiß noch nicht genau, wie man die Sache lösen kann. Oder sucht gar nach Worten, um sie überhaupt beschreiben zu können. Indem man sich aber selber Fragen stellt und versucht, sie zu beantworten, werden Dinge klarer. Unsere Gedanken sind normalerweise verschwommen. Verbalisieren wir sie aber, so nehmen sie konkrete Form an. Jeder Satz hat Wirkung. Auch der, den wir mit uns selber wechseln.



Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 08.08.2018, 06:05 Uhr

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