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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Cookies - wie wir im Internet verfolgt werden

Cookies entfernen

Unabdingbar ist heute, dass man seinen Rechner mit einer Antiviren-Software und einer Firewall schützt. Auch durch den Browser und beim Surfen im Internet kann man mit einigen Maßnahmen für mehr Sicherheit sorgen, zumindest für seine Daten.

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Grundsätzlich gilt: Jeder Nutzer sollte ein Risiko-Bewusstsein entwickeln und abwägen, in welche Bereiche des Internets er sich wagt. Außerdem sollte man immer darauf achten, dass Betriebssystem und Software aktuell sind, d. h., dass man regelmäßig Updates vornimmt.

Cookies

Nach der Datenschutzgrundverordnung vom Mai 2018 müssen alle Websites die Nutzer jetzt um ihr Einverständnis zum Speichern der Cookies informieren bzw. fragen. Manche machen das pauschal für alle "Kekse", andere bieten Einstellungsmöglichkeiten an, beispielsweise nur die zum Besuch der Seite notwendigen Cookies zu erlauben und alle von Drittanbietern zu untersagen.

Allerdings kann es passieren, dass, wenn man Cookies ablehnt, eine Seite nicht mehr korrekt angezeigt wird oder gar nicht besucht werden kann.

Session- und Tracking-Cookies

Bei Cookies handelt sich dabei um kleine Dateien, die prinzipiell für einen Besuch einer Internetseite hilfreich sind, beispielsweise zählen sie den Besuch für die Abrufstatistik. In der Regel haben sie eine begrenzte Lebensdauer. Über solche Dateien wird beispielsweise die Teilnahme an Gewinnspielen gesteuert und eine Mehrfach-Abstimmung verhindert. Sie heißen Session-Cookies und haben nur die Lebensdauer für die aktuelle Nutzung des Browsers.

Cookies

Die "schlechten" Cookies sind sogenannte "Tracking-Cookies". Sie verfolgen - tracken - den Nutzer. Von Werbeelementen auf einer besuchten Internetseite werden gerne solche Dateien gespeichert, allerdings auf den Servern der Werbeanbieter. Diese Server nennt man im Fachjargon "Adserver". Von ihnen verteilte Cookies dienen der Datensammlung über die Nutzer, ihr Surfverhalten, ihre Interessen. Damit lässt sich dann bei einem erneuten Besuch der Seite gezielt Werbung auf die Vorlieben der Nutzer einblenden.

Allerdings sind Cookies keine Spähprogramme. Sie klauen keine Daten von Ihrem PC, sie sammeln höchstens die Informationen, die Sie beim Besuch einer Internetseite dort preisgeben. Wenn Sie also ein Formular mit Ihrer Adresse und Telefonnummer ausfüllen, können diese im Cookie gespeichert werden.

Hier stellt sich für jeden die Frage: Will ich das? Finde ich es gut, wenn ich regelmäßig eine Seite besuche und gezielt auf mich abgestimmt Werbung bekommen? Wenn ich das nicht will, was kann ich tun?

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Tipp

Um zu verhindern, dass Werbebanner auf Internetseiten auch Cookies setzen, im Browser einstellen, dass solche Dateien von Drittanbietern NIE akzeptiert werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet auf der Seite "https://www.bsi-fuer-buerger.de" umfangreiche Informationen dazu an:

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Die meisten modernen Browser bieten die Möglichkeit, Cookies zu verwalten und sie auch zu löschen. Auch wenn die Haltbarkeit der Cookies begrenzt ist, kann man im Browser einstellen, die Dateien beim Schließen automatisch zu löschen. Damit werden alle Cookies wie Session-Cookies behandelt. Diese Funktion ist gerade bei den dauerhaften Dateien sinnvoll, da sonst über einen längeren Zeitraum beispielsweise verfolgt werden kann, nach was in einem Online-Shop gesucht und was gekauft wurde.

Das Löschen kann allerdings auch einiges von der Bequemlichkeit nehmen, da man bei jedem Besuch beispielsweise sein Passwort neu eingeben muss. Über die Cookie-Verwaltung kann man Seiten benennen, die Dateien speichern dürfen, die auch beim Beenden des Browsers nicht entfernt werden.

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Tipp

Man verwendet einfach zwei verschiedene Browser, beispielsweise Firefox und Opera. Den einen nutzt man fürs sichere Surfen, den andern nur zum gezielten Besuch von Seiten, die mit einem eingeschalteten Ad-Blocker nicht nutzbar sind.

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Ad-Blocker

In diesem Zusammenhang ist auch die Verwendung eines "Ad-Blockers" durchaus ratsam. Mit dieser Browser-Erweiterung werden (lästige und nervige) Werbeanzeigen und -Popups, vor allem von Drittanbietern, geblockt. Wie der Name schon sagt, zielt so ein Blocker auf Adserver. Der Nachteil ist allerdings, dass viele Seiten inzwischen checken, ob man mit aktiviertem Ad-Blocker unterwegs ist und dann nicht mehr korrekt angezeigt werden.

Denn eines ist klar: Die Seiten verdienen mit der Werbung Geld. Hier muss man überlegen, ob die Informationen so wichtig sind, dass man für gewisse Seiten eine Ausnahme macht und die Werbung akzeptiert, oder ob man die Informationen auf anderen Seiten findet.

Zertifikate

Vor allem "sichere Internetseiten", die über eine https-Verbindung aufgerufen werden, weisen sich über Public-Key-Zertifikate aus. Damit authentifizieren sie sich und bestätigen ihre Echtheit. Sollte man auf eine Seite mit ungültigem Zertifikat stoßen, dann empfiehlt der hr-Experte für IT-Sicherheit, Wolfgang Sachs, den Vorgang abzubrechen und beim Betreiber der Internetseite nachzufragen. Denn natürlich sind auch Zertifikate vor Missbrauch nicht gefeit.

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Was ist ein digitales Zertifikat? Die Bundesdruckerei klärt auf.
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Tipp

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Die meisten modernen Browser zeigen in der Adressleiste die Stärke eines Zertifikats an. Das BSI hat eine Übersicht über die Anzeige in den verschiedenen Browsern zusammengestellt.

Privates Tab/Fenster im Browser

In einem "Privaten Fenster" werden keine Chronik-Daten gespeichert, d.h. das Surfverhalten kann nicht anhand der Liste der besuchten Websites von anderen Nutzern kontrolliert werden. In der Regel bieten "Private Fenster" auch einen gewissen Schutz vor der Verfolgung des Surfverhaltens durch die Internetseiten.

IP-Adresse anonymisieren

Bei jedem Besuch im Internet wird einem Computer eine IP-Adresse zugewiesen. Die IP-Adresse ist vergleichbar mit der Postanschrift. Sie ist zum Austausch zwischen Rechnern notwendig. Mit ihr werden Sender und Empfänger identifiziert. Damit ist das Surfverhalten im Internet nachvollziehbar. Um das zu verhindern, gibt es die Möglichkeit, sich mit falschen IPs im Internet zu bewegen.

Doch Wolfgang Sachs, im hr für die IT-Sicherheit zuständig, rät von solchen Programmen ab, denn mit solchen Verschleierungsprogrammen ruft man wiederum die Sicherheitsbehörden auf den Plan. Wer etwas zu verbergen hat, macht sich verdächtig. Deshalb gilt: Lieber ein Risikobewusstsein beim Surfen aufbauen und verdächtige Seiten und die "Schmuddelecken" des Internet meiden.

Wie schon gesagt: Es gilt, dass man sich überlegen sollte, welche Bereiche des Internet man aufsucht. Und man sollte sich immer überlegen, welche Daten man offen legt. Daten sind heute zu einem wertvollen Gut geworden - für die, die sie haben und nutzen. Das Thema Sicherheit im Internet ist ein "Hase und Igel"-Spiel, ein ständiger Wettlauf zwischen den "Bösen" und den "Guten".

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 26.09.2019, 10:00 Uhr

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