Google
Google ist zwar der Marktführer, aber es gibt interessante europäische Alternativen. Bild © Pixabay

Wenn man heutzutage etwas im Internet sucht, "googelt" man. Der Name der Suchmaschine ist zu einem geläufigen Begriff geworden. Aber Google hat auch eine Schattenseite: Die Suche gilt als Datenkrake. Es gibt aber Suchmaschinen, die einem mehr Anonymität schenken.

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Vieles, was heute im Internet kostenlos erscheint, ist es nicht. Es wird mit einer ganz besonderen Währung bezahlt: unseren Daten. Als ein der größten Datenkraken gilt Google. Das bekommt man auch bei dem Suchergebnis zu spüren. Je genauer ein Profil ist, desto gezielter kommen entsprechende Treffer und entsprechende Werbung. Gerade da Google noch weitere Dienste - Chrome-Browser, E-Mail-Konto, Karten-Tool usw. - anbietet. Außerdem gibt es ja auch noch das Handy-Betriebssystem Android von Google.

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Hinweis

Alle Suchmaschinen lassen sich als Add-On im Mozilla Firefox hinzufügen.

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Bei der Verwendung von Alternativen muss aber niemand fürchten, plötzlich keine vernünftigen Ergebnisse mehr zu bekommen. Das Ranking von einzelnen Ergebnissen unterscheidet sich nicht so gravierend. Wer aber etwas anonymer und mit einer geringeren Datenspur im Netz unterwegs sein will, findet bei Suchmaschinen einige - durchaus interessante - Alternativen zum Platzhirsch.

Bing

Das ist die Suchmaschine von Microsoft, also auch einem der großen Spieler. Im aktuellen Windows-Betriebssystem "Windows 10" und beim Sprachassistenten "Cortana" spielt Bing eine wichtige Rolle. Insgesamt ist die Microsoft-Suche ähnlich aufgebaut wie bei Google, ist aber bei der Suche nach Bildern und Videos besser als der Marktführer.

DuckDuckGo

Die Suchmaschine mit den lustigen Namen hat sich den Datenschutz auf die Fahnen geschrieben. Sie zählt zu den beliebtesten Google-Alternativen. Auch wenn DuckDuckGo aus den USA kommt, setzt sie auf Datenschutz. Allerdings ist das Unternehmen verpflichtet, US-Behörden Zugriff auf ihre Server zu gewähren. Bei den Suchergebnissen lassen sich Bilder und Videos, wie bei Google, direkt in der Suche öffnen.

Zwar zeigt die Suche auch Werbung an, aber diese ist nicht personalisiert.

Ixquick/Startpage

Hierbei handelt es sich um eine europäische Suche aus den Niederlanden. Heute heißt die Suchmaschine Startpage. 2008 erhielt sie, damals noch unter dem Namen "Ixquick" europäische Datenschutz-Gütesiegel "EuroPriSe" (European Privacy Seal). Die Macher bezeichnen die Seite gerne als "diskreteste Suchmaschine der Welt". Sie erstellen keine Nutzerprofile. Und man hat die Möglichkeit, Internetseiten aus dem direkt Suchergebnis zu öffnen, ohne die eigene IP-Adresse preiszugeben.

Außerdem ist Startpage eine Metasuchmaschine, d. h. sie übernimmt die Suchergebnisse anderer Suchmaschinen, auch von Google, und führt sie zusammen.

MetaGer

Eine Suche "made in Germany": Hinter "MetaGer" steckt die Uni Hannover. Schon seit Jahren wird daran gearbeitet und weiterentwickelt. Und der Name lässt es schon erahnen: MetaGer ist auch eine Metasuchmaschine. Wenn man "MetaGer" beispielsweise als Add-On im Firefox-Browser einrichtet, kann man dort verschiedene Einstellungen vornehmen. So lassen sich die Suchmaschinen auswählen, die für das Suchergebnis berücksichtigt werden sollen.

Finanziert wird das Projekt über Spenden und nicht personenbezogene Werbung auf der Seite. Während sich die anderen Suchmaschinen optisch an Google orientieren, geht MetaGer einen eigenen Weg.

Qwant

Eine weitere europäische Suchmaschine: Sie kommt aus Frankreich. Prinzipiell speichert die Suche keine persönlichen Daten, beispielsweise Cookies oder den Standort. Sie wirbt mit dem Slogan: "Die Suchmaschine Qwant findet alles, außer wer Sie sind". Allerdings kann man sich registrieren und ein Nutzerkonto anlegen und einen größeren Service nutzen, zum Beispiel verschiedene Geräte synchronisieren oder Suchergebnisse in den "Notizen" speichern.

Das Add-On im Firefox hat einen Nachteil: Es kapert die Startseite. Mit der Installation von Qwant wird die Suche zur Browser-Startseite. Das lässt sich so nicht ändern, nur durch eine Deinstallation.

Ecosia

Diese Suchmaschine ist etwas anders: Sie ist eine "grüne" Suchmaschine. Die Darstellung des Ergebnisses sieht optisch Google zum Verwechseln ähnlich. Im Hintergrund werkelt aber Bing. Allerdings hat Ecosia, der Name verrät es schon, einen ökologischen Anspruch. Das Unternehmen besteht aus einem internationalen Team und sitzt in Berlin. Ziel ist es, mit den Einnahmen aus den Werbeanzeigen im Suchergebnis weltweit wieder Wälder aufzuforsten und somit etwas für den Umweltschutz zu tun.

Die Daten, so das Versprechen, werden nicht gesammelt und es werden keine Nutzerprofile angelegt.

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Weitere Tipps

  • Wenn man anonymer unterwegs sein will, sollte man regelmäßig die Cookies löschen. Beim Firefox kann man in den Einstellungen festlegen, dass gewisse Inhalte (Cookies, Browserverlauf, Cache usw.) nach Beendigung des Programms gelöscht werden.
  • Das Surfen im "Privaten Modus" mindert auch die Aktivitätsverfolgung im Internet.
  • Mit dem Wechseln von Suchmaschinen verhindert man auch das anlegen eines detaillierten Nutzerprofils.
  • Außerdem empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine europäische Suchmaschine zu verwenden. Hier gilt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die strenger ist, als beispielsweise in den USA.
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Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 04.09.2018, 06:05 Uhr

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