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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hausstaubmilben können Allergien auslösen

Durch ein Fenster fällt Licht und man sieht den Staub über dem Bett

Die Augen sind verquollen, man muss beim Betreten der Wohnung niesen - das können Anzeichen einer Allergie gegen Hausstaubmilben sein. Unser Experte erklärt, wie man vorgehen sollte, wenn man darunter leidet.

Die Symptome einer Hausstaubmilben-Allergie ähnelt einem Heuschnupfen. Allerdings treten solche Anzeichen gerne in der kalten Jahreszeit auf, denn durch das vermehrte Heizen werden die Hinterlassenschaften der Milben gut verteilt. Ansonsten ist das Bett der Lieblingsort der Milben.

Milben aus dem Bett fernhalten

Sie lieben es warm und feucht und viele Hautschuppen, den davon ernähren sie sich. All das finden sie prima im Bett. Gerade nachts, wenn man während des Schlafens schwitzt, sind das ideale Lebensbedingungen. Deshalb heißt es: Morgens nicht sofort das Bett machen und gut lüften!

Denn trockene Luft und Kälte mögen die kleinen Spinnentiere nicht. Deshalb die Bettdecke morgens mit der Innenseite nach oben aufdecken und nicht sofort das Bett machen. Auch eine Tagesdecke ist nicht zu empfehlen. Natürlich sollte die Bettwäsche auch regelmäßig gewechselt werden. Beim Waschen ist eine 60-Grad-Wäsche zu empfehlen, aber kein Kurzprogramm. Die Temperaturen töten die Milben ab. Beim Abziehen der Bettwäsche möglichst vorsichtig vorgehen, da man sonst den Milbenkot großflächig verteilt.

Auch Pflanzen sollten aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Denn sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Hausstaubmilbe

Spezielle Überzüge helfen

Es gibt auch spezielle Überzüge, "Encasings" genannt, für Matratzen, Bettdecken und Kissen. Sie verhindern, dass sich die Milben im Stoff einnisten. Allerdings machen sie die Bettdecke und das Kissen etwas schwerer. Natürlich sollten die Encasings regelmäßig gewaschen werden.

Eine Reinigung der Matratzen ist alle zwei Jahre zu empfehlen. Wenn es geht, ist auch das Waschen von Kissen und Bettdecke regelmäßig sinnvoll, um eine Allergie zu vermeiden oder zumindest zu vermindern.

Sprays nicht zu empfehlen

Im Prinzip gilt es, möglichst alle Staubfänger zu entfernen. Der Staubsauger sollte mit einem Feinstaubfilter ausgestattet sein, um das Verteilen im Raum zu verhindern. Auch das Austauschen des Teppichbodens gegen einen wischbaren Bodenbelag ist für extreme Allergiker eine Möglichkeit. Im Wohnzimmer sind Ledermöbel Polstermöbeln vorzuziehen.

Im Handel gibt es auch Sprays, die gegen die Milben helfen sollen. Allerdings konnte ÖKOTEST bei einer Überprüfung von 13 entsprechenden Produkten durch Experten des Umweltbundesamts keines empfehlen. Die Bewertungen aus dem Jahr 2017 reichten nur "mangelhaft" oder "ungenügend". Eine Wirksamkeit konnte damals nicht nachgewiesen werden.

Anzeichen für eine Allergie

Wer morgens regelmäßig mit verquollenen Augen aufwacht oder beim Betreten der Wohnung einen Niesanfall bekommt, der sollte einen Test auf eine Hausstaub-Allergie machen. Unbehandelt kann es mit der Zeit zu einem "Etagen-Wechsel" kommen, wie unser Experte Dr. Robert Werner aus Offenbach es nennt: Von Augen und Nasen breitet sich die Krankheit auf die Atemwege aus. Die Folge kann ein allergisches Asthma sein.

Mit einem Test beim Arzt kann feststellen lassen, ob man allergisch auf Hausstaubmilben reagiert. In der Apotheke gibt es Schnelltests, mit denen man die Wohnung untersuchen, die Stärke der Milbenbelastung erfassen und dann entsprechende Maßnahmen einleiten kann.

Eine Desensibilisierung dauert etwa drei Jahre. Klassisch läuft es über eine Spritzentherapie, aber es gibt inzwischen auch eine Möglichkeit über Tropfen. Eine solche Maßnahme bringt eine Besserung oder sogar Beschwerdefreiheit.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 24.10.2019, 10:00 Uhr

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