Einbruch

Auch Einbrecher möchten in Ruhe effektiv arbeiten. Das können Sie ihnen bereits im Vorfeld vermiesen. An den Kosten für den Einbruchschutz beteiligt sich sogar der Staat.

Schlimmer als der materielle Verlust von Gegenständen ist die psychische Belastung, der die Opfer nach einem Einbruch ausgesetzt sind. Das Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden ist dahin. Natürlich gibt es keine hundertprozentige Sicherheit, aber man kann einiges tun, um die Wahrscheinlichkeit, dass man Opfer eines Einbruchs wird, drastisch zu verringern.

Videobeitrag

Video

zum hr-fernsehen.de Video So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern

Durch eine eingeschlagene Fensterscheibe blickt ein Einbrecher (gestellte Szene).
Ende des Videobeitrags

Tipp 1: Sicherheitsbewusstes Verhalten

  • Schließen Sie immer Ihre Haustür ab
  • Türen und Fenster immer schließen - gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher
  • Den Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen verstecken
  • Haben Sie einen Haustürschlüssel verloren, tauschen Sie das Schloss aus
  • Im Außenbereich keine Werkzeuge oder Einstiegshilfen liegen lassen
  • Bei längerer Abwesenheit: Briefkasten von Nachbarn leeren lassen, Zeitungen abbestellen und das Licht mit Hilfe einer Zeitschaltuhr steuern
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Nachbarschaft
  • Keine "Ich bin im Urlaub"-Sprüche auf dem Anrufbeantworter hinterlassen oder bei Facebook veröffentlichen
Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Einbruchschutz - Tipps von der Polizei Nordhessen

Symbolbild: Einbrecher
Ende des Audiobeitrags

Tipp 2: Professionelle Beratung in Anspruch nehmen - und das sogar kostenlos

Wenn nun aber Einbrecher tatsächlich versuchen, sich Zugang zum Haus oder zur Wohnung zu verschaffen, stellt sich die Frage, ob Fenster und Türen gut gesichert sind oder sich blitzschnell aufbrechen lassen. Auch Einbrecher möchten in Ruhe effektiv "arbeiten". Mit der richtigen Ausstattung geraten Sie seltener ins Visier der Einbrecher. Aber welche technischen Aufrüstungen gegen Einbruch sind sinnvoll und welche nicht? Eine klare Empfehlung ist, zu einer polizeilichen Beratungsstelle zu gehen. Die Polizei in Hessen bietet kostenfreie Beratungen vor Ort in der Wohnung oder im Haus an. Vor Ort schauen sich die Beamten die vorhandenen Sicherungsvorkehrungen an und weisen auf Verbesserungsmöglichkeiten hin. Dabei kann dann leicht und ohne jedes Verkaufsinteresse geklärt werden, was Sinn macht und was nicht.

Tipp 3: Aufrüsten - Einbau von Sicherheitstechnik

Weitere Informationen

Aktueller Test

Die Stiftung Warentest hat in der November-Ausgabe 2017 Alarmanlagen, Fenstersicherungen, Türschlösser und Tresore getestet.

Ende der weiteren Informationen

Nachrüsten oder komplett erneuern? In jedem Fall braucht es zertifizierte und überprüfte Produkte, die einen sehr hohen Einbruchsschutz bieten. Eine Broschüre der Polizei fasst sinnvolle Maßnahmen zum Einbruchschutz zusammen und gibt Informationen über die staatliche Förderung. Aus einer Initiative von Polizei und Wirtschaft ist "Keinbruch" entstanden. Auf der Internetseite können Sie sich durch ein interaktives Haus klicken und schauen, welche Maßnahmen für Türen, Fenster, Tore empfehlenswert sind. Weitere Möglichkeiten der allgemeinen Sicherung des Zuhauses, wie Alarmanlagen werden aufgezeigt.

Förderung beantragen - so geht es!

Seit September 2017 gibt es eine staatliche Förderung. Bis zu 1.600 Euro Zuschuss werden für einbruchssichernde Maßnahmen gezahlt. Die ersten 1.000 Euro förderfähige Investitionskosten werden mit 20 % bezuschusst. Auf alle zusätzlichen Kosten wird ein Zuschuss von 10 % gewährt.

Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen Sie vor Baubeginn die Förderung. Nach Eingabe der persönlichen Daten und der Maßnahmenbeschreibung errechnet das Programm den zu erwartenden Zuschuss. Nach ungefähr einer Woche erhalten Sie eine Bestätigung sowie eine Vorgangsnummer. Nach der Bewilligung können Sie den Handwerkerbetrieb beauftragen; die Arbeiten können ausgeführt werden. Die Rechnung müssen Sie zunächst vollständig unbar bezahlen. Nun kann die Auszahlung der Förderung beantragt werden, indem Sie den KfW-Verwendungsnachweis auf der Internetseite der KfW herunterladen. Antragsteller und Handwerkerbetrieb tragen Vorgangsnummer und die erbrachten Leistungen ein und bestätigen den ordnungsgemäßen Ausgleich der Rechnung. Jetzt können Sie es sowohl digital als auch per Post an die KfW schicken und nach ungefähr sechs bis acht Wochen müsste die Förderung auf Ihrem Konto eingehen.

Und noch ein Tipp: Unter Umständen können Sie sogar verschiedene Förderprogramme kombinieren und günstige Darlehen nutzen. Ob das für Sie in Frage kommt, können Sie auf der KfW-Übersichtsseite der Förderprodukte prüfen.

Sendung: hr4, Britta am Vormittag, 28.08.2019 10:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit