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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Das sind die Hundstage

Hund liegt hechelnd auf einem Heuballen, neben ihm liegen Sonnenblumen

Den Zeitraum zwischen dem 23. Juli und dem 23. August nennt man Hundstage. Es sind die heißesten Tage des Jahres, doch mit dem Hund haben sie nur sehr indirekt zu tun.

Die heißesten Tage des Jahres liegen in der Regel im Juli und August. Sie sind auch als Hundstage bekannt. Das hat allerdings wenig mit dem Tier, sondern mit dem Sternbild des "Großen Hundes" zu tun. Die vollständige Sichtbarkeit des Sternbilds am Firmament dauert 30 Tage. Dieser Zeitraum war auch in der Antike schon sehr wichtig.

Im alten Ägypten, vor über 5.000 Jahren, war das Erscheinen des Sirius, des hellsten Sterns des "Großen Hundes", das Zeichen, dass die Nilschwemme bevorstand. Sirius war als der "Bringer des Nilschlamms" geschätzt. Neuer Nilschlamm bedeutete neuen fruchtbaren Boden. Die Römer gaben später diesem Zeitraum den Namen "caniculares", Hundstage. Auch in anderen alten Hochkulturen spielte das Sternbild und damit diese Zeit eine wichtige Rolle.

Sternbild hier später sichtbar

Heute gelten, wie gesagt, die Wochen zwischen dem 23. Juli und 23. August als Hundstage. Doch aufgrund der Eigenbewegung des "Großen Hundes" und der Eigenrotation der Erdachse wird das Sternbild um den hellen Sirius bei uns erst ab dem 30. August sichtbar. Für uns wird der "Große Hund" eher zum Boten des Herbestes. In der Zukunft rutscht das Erscheinen auch immer weiter nach hinten.

Die Hitzeperiode der Hundstage, die ja rund einen Monat nach der Sommersonnenwende am 21. Juni liegt, kommt durch das langsame Aufheizen der Erdeoberfläche und Gewässer zustande.

Das Sternbild des Großen Hundes

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 23.07.2019, 06:00 Uhr

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