Gastronomen erfinden Corona-Ballerspiel

Das Coronavirus einfach abschießen – zwei Gastronomen aus Friedberg machen das möglich, zumindest virtuell. Mit ihrem neuen Computerspiel "Corona Shooter" sagen sie der Pandemie den Kampf an.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sebastian Beck über das Corona-Computerspiel: Impfen statt Schimpfen

Gastronomen erfinden Corona-Ballerspiel
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Die Pandemie nervt inzwischen so ziemlich jeden. Da kann man schon mal wütend werden auf das verflixte Corona-Virus. Nachdem zwei Gastronomen aus Friedberg zu Beginn der zweiten Welle ihre Gaststätte wieder dicht machen müssen, ist der Frust groß und der Gedanke geboren: "Wir müssten das Ding einfach abschießen.“

Um das möglich zu machen, entwickeln sie ein Computerspiel, bei dem man am Bildschirm auf umherfliegende Viren schießen kann. Normalerweise betreibt Sebastian Beck "Die Dunkel“ Gaststätte in Friedberg. Gemeinsam mit seinem Gastronomie-Kollegen Jörg Schulzek vom "Café Novum" beschließt er, der Wut gegen Corona Luft zu machen – und zwar mit dem Onlinespiel "Corona Shooter“.

Harmloses "Ballern“

Das Spiel kann sowohl am Computer als auch auf dem Smartphone gespielt werden. Die Bedienung ist simpel. Mit nur wenigen Tasten kann man auf Viren schießen und Schutzmasken einsammeln. Pro abgeschossenes Virus gibt es einen Punkt. Der Retro-Look des Spiels erinnert an Computerspiele von früher, im Hintergrund läuft eine umgedichtete Version des irischen Volksliedes "No Whiskey in the Jar" mit der veränderten Liedzeile: "Take down Corona, go".

Trotzdem ist das Ganze auch für Kinder geeignet: Geschossen wird nämlich ausschließlich mit Impfspritzen. Es ist also kein Ballerspiel im eigentlichen Sinne, sondern hat einen humorvollen Charakter.

Impfen statt Schimpfen

Die Situation ist gerade für viele Menschen nicht leicht, ob in der Gastronomie oder anderswo. Die beiden Spielentwickler wollen mit ihrem Spiel erreichen, dass man trotz allem die gute Laune nicht verliert. "Wenn man schlecht drauf ist, nicht immer schimpfen, sondern einfach mal impfen", sagt Sebastian Beck. Das Spiel macht’s möglich.

Ziel der beiden Gastronomen war, etwas Produktives machen, anstatt nur auf staatliche Hilfen oder Gutscheinverkauf zu hoffen. Das Spiel ist zwar kostenlos, man kann aber etwas an die Entwickler spenden und so durch Spielen die Gastronomie in Friedberg unterstützen. Bisher sind sie damit erfolgreich: Nach etwa einer Woche hatte die Seite mehrere tausend Klicks, und ein paar Spenden sind auch schon zusammengekommen. Dass die beiden in der Krise kreativ geworden sind, hat sich also gelohnt.

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