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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Deutschlands erstes Wabenhonig-Haus ist bezugsfertig

Wabenhonig-Haus in Wallroth

Bienen sind wichtig für die Natur. Sie bestäuben viele Pflanzen. Leider ging es ihnen in den letzten Jahren nicht so gut. Dem tritt man jetzt in Wallroth entgegen: mit einem Wabenhonig-Haus.

Das Bienensterben war in den letzten Jahren immer wieder ein Thema. Die Insekten sind wichtig für eine intakte Natur. Sie sorgen für eine bunte Vielfalt an Blumen, Sträuchern und Bäumen. In Wallroth, einem Ortsteil von Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis, hat man dem Bienensterben den Kampf angesagt: mit einen "Mehrfamilienhaus" für die Insekten.

In dem wabenförmigen Haus mit etwa 25 Quadratmetern sollen Ende April 36 Wabenhonig-Völker einziehen. Das entspricht etwa vier bis fünf normalen Bienenvölkern. Denn das Besondere an Wabenhonig ist, dass er nicht geschleudert, sondern direkt in der Wabe geerntet wird. Er ist nährstoffreicher als der geschleuderte Honig.

Wabenhonig-Haus in Wallroth

Lindenplatz ideales Gelände

Standort des Wabenhonighauses ist der ehemalige Lindenplatz in Wallroth. Der Ort war vor einigen Jahren - unfreiwillig - freigeworden, als die dort beheimatete Linde durch einen Sturm umknickte. Vor knapp zwei Jahren kam man dann auf die Idee, das ungenutzte Gelände für die Bienen zu nutzen: "Wir wollen damit einen Beitrag für die Natur leisten", so Ortsvorsteher Maik Basermann.

Also wurde mit Unterstützung der Stadt Schlüchtern von ortsansässigen Unternehmen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern das Wabenhonighaus errichtet. Für die Betreuung der Bienenvölker konnte mit Michael Sperzel ein ausgewiesener Experte gewonnen werden. Er kommt aus der Nachbarschaft, aus Niederzell, ist in dritter Generation Imker und Bienensachverständiger der Stadt Schlüchtern sowie Wespen- und Hornissenbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises. Mehr an Expertise geht also kaum.

Wabenhonig-Haus in Wallroth

Bienenweide blüht hoffentlich bald

Anfang des Jahres wurde das Haus fertiggestellt, die Bienenweide fehlt allerdings noch. Die Pflanzen werden aber hoffentlich bald gewachsen sein und den Insekten eine üppige Nahrungsgrundlage bieten. Mit dem ersten Honig wird dann Ende des Jahres gerechnet.

Außerdem erhofft sich Maik Basermann, dass auch bald Gäste das Haus besuchen und sich über die Bienen informieren können. Das Wabenhonig-Haus soll auch ein Lehrhaus für Kindergärten, Schulklassen und Interessierte werden. Und wer Angst vor den nützlichen Insekten hat, soll sie verlieren. Imker Michael Sperzel wird das Lehrangebot betreuen. Vielleicht findet das Wabenbienen-Haus ja weitere Nachahmer.

Wabenhonig-Haus in Wallroth
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