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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Büdingen möchte Modellstadt für sicheres Einkaufen werden

Altstadt von Büdingen

Viele Läden mussten wegen der Pandemie schließen. Das lässt die Innenstädte veröden und viele Geschäfte müssen ums Überleben kämpfen. In Büdingen will man etwas dagegen tun und neue Wege einschlagen, wie Bürgermeister Erich Spamer erläutert.

Auch in Büdingen sind wegen der Covid-19-Pandemie viele Geschäfte gemäß den geltenden Bestimmungen geschlossen. Das führt dazu, dass die Existenz dieser Läden auf der Kippe steht. Dem will die Stadt mit einem Konzept entgegentreten, dass sich an das Tübinger Modell anlehnt. Im Gespräch mit hr4-Moderatorin Britta Lohmann erklärt Büdingens Bürgermeister Erich Spamer, wie das Einkaufen laufen soll.

Büdingen möchte demnach zur hessischen Modellstadt für sicheres Einkaufen werden. Wenn die Umsetzung funktioniert, könnte das Konzept auf das ganze Bundesland ausgedehnt werden. Die Ideen sind auch schon über das Innen- ans Sozialministerium weitergegeben worden. Die Entscheidung sollte heute fallen.

Schnelltests und Fiebermessungen als "Türöffner"

Die Grundlage des Konzepts sind Corona-Schnelltests, so Spamer: "Wir wollen testen". Die negativ Getesteten erhalten ein personifiziertes Zertifikat, mit dem sie in allen Geschäften, die sich an dem Projekt beteiligen, einkaufen können. Beim Betreten der Läden wird zusätzlich noch kontaktlos Fieber gemessen. Kurz gesagt: Wer getestet ist und kein Fieber hat, darf normal einkaufen, so die Idee.

Büdingens Bürgermeister Erich Spamer

Das Konzept ist mit dem Büdinger Gewerbeverein abgestimmt und Bürgermeister Spamer geht davon aus, dass alle Geschäfte sich beteiligen, wenn vom Sozialministerium das Einverständnis für das Pilotprojekt kommt. Allerdings hängt die Entscheidung von der heutigen Tagung des Corona-Kabinetts Hessen ab. Büdingens Bürgermeister geht aber davon aus, eine positive Mitteilung zu erhalten.

Umsetzung in fünf bis zehn Tagen möglich

Für Erich Spamer ist der Versuch des sicheren Einkaufens dringend notwendig. Aus seiner Sicht ist das Konzept sicherer als das, was zur Zeit in den Lebensmittelgeschäften passiert. Dort sind in der Regel durchgehend viele Leute - ungetestet - anwesend. Bei dem Modellprojekt wären nur gezielte Personen in den Läden, die auch noch einen negativen Test in der Tasche haben. Er rechnet fest mit dem "go" des Sozialministeriums.

Wenn das kommt, kann es "fünf bis zehn Tage maximal" dauern, so Spamer. Die Voraussetzungen für Testcenter sind gegeben. Zwei Unternehmen haben sich zur Durchführung der Schnelltests angeboten. Mit einem Grundstückseigentümer hat die Stadt schon gesprochen und der würde ein Gebäude mit ausreichend Parkfläche in der Innenstadt zur Verfügung stellen. Das Büdinger Modell könnte dann für ganz Hessen ein Schritt zu mehr Normalität werden.

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