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Hessischer Honig auf dem Frühstücksbrötchen wird nicht knapp

Das nasse Wetter im letzten Jahr war für die Bienen nicht gut. Es förderte die Verbreitung der Varroamilbe, die zu den größten Schädlingen der Bienenvölker zählt. Als Folge starben rund 20 Prozent der Honigbienen in Hessen. Doch laut Manfred Ritz vom Landesverband Hessischer Imker besteht dennoch kein Grund zur Sorge.

Die warmen Temperaturen am Tag locken jetzt die Bienen raus. Sie zieht es zu den ersten Blüten in der Natur, um mit dem Sammeln der Pollen zu beginnen. Allerdings ist die Zahl der Honigbienen im Vergleich zum letzten Jahr um rund 20 Prozent gesunken. Schuld daran ist die Varroamilbe. Ein eingeschleppter Schädling aus Südamerika.

Im letzten Jahr war es zu nass und im Juli und August teilweise zu kalt. Die Imker konnten die Varroamilbe nicht ausreichend bekämpfen. Das hatte zur Folge, dass einige Völker starben. "Natürlich sind auch bei einigen Imkern die Völker durch falsche Pflege verendet. Die Honigernte fiel so schlecht aus, wie seit Jahrzehnten nicht mehr", sagt Manfred Ritz vom Landesverband Hessischer Imker e. V.

Verluste können aufgefangen werden

Allerdings sieht der hessische Imker-Chef das nicht als Problem. Die Verluste können bis Juni und Juli ausgeglichen werden. Durch die Teilung der Völker sollte es den Imkern gelingen, die Bienenzahl vom letzten Jahr wieder zu erreichen. Damit steht auch einer guten Honigproduktion nichts im Wege: "Nach der schlechten Ernte im letzten Jahr kann es nur besser werden," gibt sich Ritz optimistisch.

Und jeder kann seinen Beitrag leisten, damit sich die Bienen auch wieder wohlfühlen können: Beispielsweise alte Obstbäume im Garten nicht fällen, auf viele bienenfreundliche Pflanzen achten und nicht auf optisch schöne Blüten zählen, die keine Pollen liefern. So klappt es dann auch mit gutem regionalen Honig auf dem Frühstücksbrötchen.

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