Domschatz Fritzlar

Das Stiftsgebäude neben dem Dom wurde aufwendig saniert und ist jetzt wieder für Besucher geöffnet. Dort ist auch der Domschatz mit seinen einzigartigen mittelalterlichen Kostbarkeiten ausgestellt.

Auf dem Weg zur Christianisierung Deutschlands war Fritzlar einst ein wichtiger Meilenstein. Hier fällte im Jahr 723 der Missionar Bonifatius die Donareiche und zeigte den heidnischen Germanen, dass der christliche Gott stärker war als ihre Götter. Aus dem Holz wurde eine Kirche gebaut und dem Heiligen Petrus geweiht. Es entstand auch ein Benediktinerkloster in "Frideslar", wie Bonifatius den Ort nannte.

Domschatz Fritzlar

Aus der Holzkirche entstand später der mächtige Dom St. Peter. Zum Dom gehört heute auch eine Sammlung wertvoller Gegenstände aus den letzten Jahrhunderten. Und dieser Domschatz hat einige besondere Kostbarkeiten zu bieten und ist jetzt wieder zu sehen.

Kunstwerk aus Hessen

Das Prunkstück der Preziosen ist das Kaiser-Heinrich-Kreuz oder kurz Heinreichskreuz genannt. Im Jahr 1020 machte Kaiser Heinrich II., der letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Ottonen, dem Stift St. Petri dieses Kreuz zum Geschenk. Es hat eine Höhe von 48 cm und ist 29 cm breit.

Domschatz Fritzlar

Erschaffen wurde es in gar nicht allzu großer Entfernung: im Kloster Helmarshausen bei Bad Karlshafen. Dort leitet zu dieser Zeit der Benediktinermönch Roger von Helmarshausen die Goldschmiede, damals eine der besten. Das Fritzlarer Kreuz ist im Kern aus Holz gefertigt und vergoldetem Kupferblech überzogen. Zahlreiche Gemmen, Edelsteine und Kristalle verzieren die Oberfläche.

Reliquie im Kreuz eingearbeitet

Das Herzstück des einzigartigen Kunstwerks ist allerdings ein kleines Stückchen Holz, das vom Kreuz Jesu stammen soll. Ein durchsichtiger Bergkristall bedeckt und schützt diese Reliquie.

Zum Domschatz gehören außerdem noch zahlreiche kostbare liturgische Gegenstände und Gewänder, geschnitzte Heiligen-Figuren und weitere kostbare Reliquienbehältnisse.

Domschatz Fritzlar
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