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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die vier Kälber dürfen jetzt in der Rhön leben.

Vierlingskälber

Ihr Schicksal war eigentlich vorgezeichnet: Schlachthof. Doch der Augsburger Tierschutzverein "Rüsselheim" bekam von der Kuh und ihren Nachwuchs aus der Nähe von Schwäbisch-Hall Wind und kaufte die Tiere frei. Der Hof "Lebensfroh" in Kalbach ist jetzt ihr neues Zuhause.

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zum hr-fernsehen.de Video Niedlichkeit hoch Vier – Kuh-Vierlinge auf Gnadenhof

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Für Landwirt Matthias Jehn ist es nichts Besonderes mehr: Bereits zum dritten Mal in vier Jahren nimmt er Vierlingskälber auf seinem Gnadenhof in Kalbach-Heubach in der Rhön auf. Früher hatte er sich der Bullenmast verschrieben, doch inzwischen muss auf seinem Hof kein Tier mehr um sein Leben fürchten. Jehn ist aus der klassischen Landwirtschaft ausgestiegen und hat seinen Hof zu einer Auffangstation für Haustiere in Not gemacht. Eine Tätigkeit, die dem Landwirt sichtlich Spaß macht.

Weitere Informationen

TV-Tipp

Mehr von den fünf Geretteten gibt es auch heute Abend, 05.11.2020, ab 18:00 Uhr in "maintower" im hr-fernsehen.

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Seit 2016 gehört sein Betrieb zum Tierschutzverein "Rüsselheim" aus Augsburg. Kühe und Pferde, die getötet werden sollen, findet jetzt hier ein Zuhause - bis zu ihrem natürlichen Lebensende. Über 250 Tiere haben Matthias Jehn und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu betreuen. Jetzt auch noch fünf neue Bewohner.

Vierlingskälber

Kälbchen sollten getötet werden

Das Schicksal der vier kleinen Kälbchen war besiegelt: Da sie nicht für die Zucht taugen, sollten sie geschlachtet werden. Die Rüsselheimer hörten davon und kauften dem Schlachtbetrieb die Tiere ab und brachten sie von Schwäbisch-Hall in die Rhön. Hier dürfen sie jetzt in Ruhe alt werden. Bei den Kälbchen handelt es sich um drei Männchen und ein Weibchen.

Die Tiere sind soweit in Ordnung. Allerdings mussten die vier Wochen alten Kälber erst wieder daran gewöhnt werden, am Euter der Mutter zu säugen. Von Beginn an waren sie an die die Flasche gewöhnt worden. Die Umgewöhnung fand noch in der alten Heimat statt. Bei der Mutterkuh gibt es allerdings ein kleines Problem: Nur aus drei der vier Zitzen kommt auch Milch. Die Kleinen müssen sich also beim Trinken abwechseln.

Die Tiere sind noch namenlos

Vierlingsgeburten sind bei Kühen keine Seltenheit, aber die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:11.000.000, so Matthias Jehn. In diesem Sinne hat er ein besonderes Glück, dass er jetzt auf seinem Hof dreimal Vierling hat. Das Glück hat aber seinen Preis: Der Gnadenhof lebt von Spenden und Patenschaften. Doch das ist in Corona-Zeiten nicht so einfach. Immerhin dürfen die Paten der Vierlinge ihnen auch einen Namen geben, denn bisher sind sie noch namenlos.

Vierlingskälber

Sendung: hr4, hr4 am Nachmittag, 05.11.2020, 14:00 Uhr

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