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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ausflugstipp Neckarsteinach

Neckarsteinach

Wir haben unsere Reporterinnen und Reporter in allen Ecken Hessens gefragt, was ihre Region so besonders macht - und herausgekommen ist eine kleine Reihe. hr4-Reporterin Anna Vogel nimmt uns mit nach Neckarsteinach.

Sie ist die südlichste Stadt in Hessen. Wenn man sie auf der Landkarte sucht, dann ist ringsum eigentlich schon Baden-Württemberg: Die Rede ist von Neckarsteinach. Bekannt ist Neckarsteinach vor allem wegen seiner Burgen. Die Stadt hat als einzige in Deutschland vier Stück. Was es sonst noch zu erzählen gibt?

Bewohnte Burgen und Ruinen

Am Ufer von Neckarsteinach flanieren Touristen und Einheimische. Immer wieder bleiben Leute dabei stehen und deuten in die Ferne - dorthin, wo die Burgen im Wald über der Stadt thronen. Eine Frau berichtet: "Es ist toll, sich die vier Burgen anzugucken, vor allem bei dem Wetter. Und einfach ein Spaziergang  an der Neckarpromenade. Es ist echt schön hier."

Elisabeth Hinz führt seit vielen Jahre durch Neckarsteinach und hat sogar schon zwei Bücher über die 4.000 Einwohner-Stadt geschrieben. Sie erklärt, dass die Vorder- und Mittelburg auch heute noch bewohnt sind. "Die anderen beiden sind Ruinen. Und die Burg Schadeck war im 15. Jahrhundert schon Rückzugsort für Räubergesindel. Die Hinterburg soll noch bis ca. 1550 bewohnt gewesen sein", fügt sie hinzu.

Die Ruinen sind frei zugänglich. Ein Spaziergang zu allen vier Burgen dauert etwa eine Stunde. Vom Neckar aus lässt sich die Umgebung aber auch anders erkunden, erklärt ein Anwohner, der seine Pflanzen gießt: "Man kann eine schöne Rundfahrt mit dem Schiff machen, nach Eberstadt, Neckargemünd, Heidelberg mit der 'Weißen Flotte'."

Kostenlose Ausstellung über die Burgen und Eichendorff

Weitere Informationen

Geheimtipp von Eberhard Petri

Café am GeoPark
Neckarstraße 47
69239 Neckarsteinach
Telefon: 06229 708914

Jeden Tag von 11 bis 18 Uhr geöffnet

Ende der weiteren Informationen

In der Stadt selbst fallen zunächst die alten Häuser auf - viele im Fachwerkstil und original erhalten. Der ehemalige Bürgermeister von Neckarsteinach, Eberhard Petri, weist auf einen ganz besonderen Ort in der Stadt hin: Das Geoparkcafé, in dem Besucher kostenlos eine Ausstellung zum Geonaturpark Bergstraße/Odenwald und vor allem zu den Burgen besuchen können. Im ersten Stock gibt es interaktive Exponate: "Hier haben Sie einen Knopf. Da steht: 'Frühe Burgen'. Und wenn sie jetzt draufdrücken, sehen Sie: Überall auf der Karte leuchten jetzt Punkte."

Neckarsteinach

Im zweiten Stock des Museums widmet sich eine Ausstellung dem Dichter Joseph von Eichendorff. "Er hat in Heidelberg studiert. Und die haben regelmäßig Ausflüge gemacht nach Neckarsteinach. Die sind also durchaus auch mal hierher um zu feiern, zu trinken und sich auf den Burgen den Rausch auszuschlafen", erklärt Eberhard Petri.

Im Biergarten nebenan tummeln sich Wanderer, Radfahrer und Besucher, die gerade vom Bahnhof kommen: "Wir sind von Darmstadt aus mit der Odenwaldbahn bis zur Endhaltestelle gefahren und wollten uns mal den Neckar angucken." Der erste Eindruck ist durchweg positiv. Bevor sie auf Erkundungstour gehen, wollen die beiden aber erst mal die Ruhe genießen - und den unverbauten Blick auf den Neckar.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 07.08.2019, 06:00 Uhr

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