Komet Neowise

Es ist ein besonderes Erlebnis am nächtlichen Himmel: der Vorbeiflug des Kometen Neowise. Wer den Schweifstern verpasst, kann ihn erst in 5000 bis 7000 Jahren erneut beobachten.

Neowise ist, was seine Entdeckung angeht, sehr jung. Erst Ende März wurde er von dem Weltraum-Teleskop NEOWISE entdeckt. Daher auch der Name Neowise (C/2020 F3). Aber es braucht kein Teleskop, um ihn am Nachthimmel zu sehen, das ist mit bloßem Auge möglich.

Dafür sollte man sich einen erhöhten Platz suchen, der recht dunkel ist. Die Lichter in der Stadt können die Suche erschweren. Der Komet ist nach Sonnenuntergang am nordöstlichen Horizont zu sehen. Der sich in einer zirkumpolaren Phase befindet, lässt er sich die ganze Nacht beobachten.

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Komet Neowise am Himmel
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Vom Sternbild des Fuhrmann wandert Neowise zum Großen Wagen (auch Großer Bär genannt). Am 23. Juli ist der Schweifstern, wenn es das Wetter zulässt, am besten zu sehen, dann kommt er mit einer Entfernung von 103.000.000 Kilometern der Erde am nächsten.

Ursprung aus vermuteter Zone

Wie alle Kometen stammt auch Neowise aus der Oortsche Wolke, einer Zone am äußersten Rand unseres Sonnensystems. Allerdings ist das nur eine theoretische Behauptung, die auf der Hypothese des niederländischen Astronomen Jan Hendrik Oort beruht. Nach seinen Berechnungen können Kometen nicht aus den bekannten Regionen unseres Sonnensystems stamme. Nachgewiesen ist die Oortsche Wolke bisher nicht.

Komet Neowise

Nach Angaben von Mark Woskowski vom Astronomischen Arbeitskreis Kassel ist Neowise etwa 5 Kilometer groß und bewegt sich in 120.000.000 Kilometer Entfernung an der der Erde vorbei. Er hat in den letzten Tagen mehrfach nach dem Kometen Ausschau gehalten und uns die Fotos und das Video zur Verfügung gestellt.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Samstagmorgen in Hessen, 18.07.2020, 06:00 Uhr

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