Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Auf hessischen Spuren in Russland und Kasachstan

Hinterländer Mountainbiker

Rund zwei Wochen waren die fünf Radler aus dem Raum Marburg in Russland und Kasachstan unterwegs und haben dort nach hessischen Spuren gesucht. Und ihre Mission war erfolgreich.

Weitere Informationen

Gäste bei Jürgen Scholle:

  • Siggi Pitzer
  • Jörg Krug
  • Ulrich Weigel
Ende der weiteren Informationen

Seit 25 Jahren gibt es die Gruppe, deren Motto "Fahren und Forschen" ist. Sie suchen in anderen Ländern nach Spuren hessischer Auswanderer. In diesem Jahr führte sie die Reise nach Russland und Kasachstan. Sie folgten den Spuren einer Familie Engels.

Hinterländer Mountainbiker

Die Vorfahren wanderten 1767 aus Lollar nach Russland aus. Inzwischen wohnen wieder Nachfahren in Wetzlar. Und durch diese Familie sind sie auf die Idee zu ihrer Tour gekommen. Der große Vorteil war, dass sie von der Familie mit Dokumenten und Kontakten versorgt wurden, die ihnen bei der Forschungsarbeit sehr geholfen haben.

Der Startpunkt ihrer Spurensuche war das erste Highlight: der Rote Platz in Moskau. Mitglieder der deutschen Botschaft verabschiedeten die Radler auf ihre Fahrt, aber auch vier Mitglieder des FSB, des russischen Inlandsgeheimdienstes, waren vor Ort. Sie gaben den Hessen Hinweise, wie sie sich zu verhalten hätten.

Am Ende ohne Akkus unterwegs

Das größte Problem während der rund zwei Wochen waren die Akkus ihrer E-Bikes. Schafften es die Hinterländer in Russland noch, sie mit größerem Aufwand zu laden, mussten sie in Kasachstan ohne die elektrische Unterstützung auskommen und sich rein auf ihre Muskelkraft verlassen.

Unterwegs in Russland

Auch der Transport der Räder war nicht immer einfach, da sie doch ein entsprechendes Gewicht haben. Insgesamt hatten sie auf ihrer Reise keine großen Problem. Es gab keine Pannen und keine Verletzungen. Allerdings mussten sie wegen ihres engen Zeitplans dann doch manchmal kräftiger in die Pedale treten, um pünktlich bei ihren Kontakten zu sein.

Unheimlich gastfreundliche Menschen

Besonders beeindruckend unterwegs war die Fahrt entlang der Wolga. Der Fluss erreichte teilweise eine Breite, dass das andere Ufer nicht mehr erkennbar war. Auch der Gegensatz zwischen der Metropole Moskau und dem Land hat die Radler beeindruckt. Außerhalb der Millionenstadt wirkten viele Gebiete wie hier das Land vor fünfzig Jahren.

Unterwegs mit Einheimischen

Total überrascht waren die Hinterländer von der Gastfreundschaft, die ihnen überall entgegengebracht wurde. Die Menschen waren nett und hilfsbereit. Sehr hilfreich war auch das Netzwerk der Russlanddeutschen. Darüber verbreiteten sich die Infos ihrer Tour und unterwegs wurde sie häufig angesprochen.

"Gowwel" und "Flaasch" - Forschungen erfolgreich

Auch dem eigentlichen Ziel ihrer Fahrt, der Erforschung der Geschichte der Familie Engels, kamen sie erfolgreich nach. Sie fanden Gräber ausgewanderter Vorfahren in Katharinenstadt, heute Marx, an der Wolga. Auch einen Onkel der Wetzlarer Familie konnten sie treffen. Und sie hörten sogar heimische Laute in der Fremde: "Gowwel" für Gabel oder "Flaasch" für Fleisch. Die Nachfahren der hessischen Auswanderer haben so manchen Begriff aus der alten Heimat bis heute im Sprachgebrauch.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hinterländer Platt an der Wolga

Hinterländer Mountainbiker unterwegs
Ende des Audiobeitrags

Jetzt steht die Auswertung ihrer Ergebnisse an. Ein Film über die Tour ist in Arbeit. Eine neue Forschungsfahrt ist bisher nicht geplant.

Sendung: hr4, hr4 am Nachmittag, 16.07.2019, 14:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit