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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Moritz Raude ist der jüngste Förster Hessens

Förster Moritz Raude

Er hat den Beruf des Försters quasi schon von Kindesbeinen an gelernt. Jetzt mit 23 Jahren ist Moritz Raude Revierleiter in Mittelhessen. Doch etwas fehlt ihm noch.

Moritz Raude ist in Nordhessen aufgewachsen und hat dort viele Stunden im Wald verbracht, denn sein Vater ist Revierförster in Diemelstadt. Schnell zeichnete sich auch bei Moritz sein Berufswunsch ab: Er wollte ebenfalls Förster werden. Das hat er geschafft und seit August im Ebsdorfergrund sein eigenes Revier bekommen, mit 23 Jahren. Sein Vorgänger war in Rente gegangen.

Das Angenehme an dem Beruf ist, dass er sich die Zeit einigermaßen frei einteilen kann. Außerdem ist er viel draußen in der Natur, hat mit vielen Menschen zu tun, es ist einfach sehr abwechslungsreich. Allerdings gehört auch die Arbeit im Büro dazu. Sie macht, so schätzt Moritz Raude, etwa 25 Prozent seiner Tätigkeit aus. Er versucht, diese Zeiten so zu legen, dass er bei schlechtem Wetter am Computer sitzen kann, ansonsten aber draußen ist.

Gerade schwierige Zeit im Revier

In seinem Revier hat der studierte Forstwirt mit vielen privaten Waldbesitzern zu tun. Die beäugten ihren jungen Förster erst einmal skeptisch, haben aber inzwischen gemerkt, dass er doch was auf der Pfanne hat und für eine gemeinsamen Weg in die Zukunft steht.

Die dringlichste Aufgabe ist es, einen klimastabilen Waldbestand zu schaffen. Borkenkäfer und Trockenheit haben in den letzten Jahren einiges angerichtet. Vor allem Fichten und Buchen sind zur Zeit die Sorgenkinder. Jetzt geht es darum, einen Wald zu schaffen, der auch noch den nächsten Generationen Erholung bietet. Das ist für den jungen Förster keine leichte Aufgabe, aber eine spannende und interessante, denn er kann die Zukunft gestalten.

Hund fehlt noch

Doch er hat auch noch Zeit, die Natur zu genießen. Jetzt im Herbst ist Moritz Raude vom Farbenspiel fasziniert. Auch das Erwachen des Lebens im Frühling bietet viel Schönes, wenn es grünt und zwitschert. Allerdings gibt es ein kleines "Problem": Er geht schon "mit einem anderen Blick" durch den Wald. Als Förster schaut er doch auf andere Details. So ein bisschen ist er auch in der Freizeit im Dienst. Immerhin hat er ja seinen Traumberuf.

Etwas fehlt aber noch zum Glück: ein Hund. Noch hat Moritz Raude keinen vierbeinigen Begleiter, aber er weiß schon, was für ein Hund es werden wird: ein Dackel. Er ist mit Dackeln aufgewachsen und deshalb will er sich demnächst auch einen zulegen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 14.10.2020, 06:00 Uhr

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