Goldschakal (Canis aureus)

Er ist etwas größer als ein Fuchs und teilweise ähnlich gefärbt wie ein Wolf: Canis aureus. Wie der lateinische Name schon vermuten lässt, ist er eng mit dem Wolf und dem Hund verwandt. Auch in Hessen wurde schon ein Tier gesichtet.

Weitere Informationen

Größe und Gewicht

  • Kopf-Rumpf-Länge: 80-95 cm
  • Schwanzlänge: 20-30 cm
  • Schulterhöhe: 35-50 cm
  • Gewicht: 8-15 kg
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Das meist goldfarbene Fell hat ihm den Namen Goldschakal gegeben. Allerdings gibt es auch Tiere, die eher grau gefärbt sind, wie Wölfe. Die ursprüngliche Heimat der Goldschakale sind die arabische Halbinsel und der indische Subkontinent. Doch inzwischen breitet er sich Richtung Europa aus. Über die Türkei, Griechenland und den Balkan erobert er langsam Europa. Seit mindestens 1996 wurden auch in Deutschland einzelne Tiere gesichtet worden.

Ein Goldschakal (Canis aureus) 2012 von einem Jäger im Vogelsberg fotografiert

Am 28. August 2015 veröffentlichte das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Meldung, dass erstmals in Hessen ein Goldschakal gesichtet worden sei. Ein Jäger hatte im Vogelsberg bei Schlitz ein Tier gesehen und es auch fotografieren können. Schätzungen zu folge, leben in Europa, vor allem in Südosteuropa, rund 117.000 Goldschakale, im Gegensatz zur nur rund 17.000 Wölfen.

Konkurrent für den Fuchs

Ein Goldschakal (Canis aureus) 2012 von einer Fotofalle im Bayerischen Wald fotografiert

Die Tiere fressen Insekten, Nagetiere, Vögel und Amphibien. In ihrer ursprünglichen Heimat stehen auch junge Gazellen auf dem Speiseplan. In Europa könnte der Nachwuchs von Rehen und Hirschen ein Ziel der Schakale sein. Die Jagdmethode bei den Kleintieren ähnelt dem des Fuchses. Beide machen einen Buckel und springen dann mit den Vorderpfoten auf die Beute. Allerdings wurde in Schleswig-Holstein ein Schakal nach einem Überfall auf eine Schafherde anhand von Gentests als Täter ermittelt.

Allerdings haben die Einwanderer hier die Vorteile der Zivilisation kennengelernt und ernähren sich auch von tierischen Abfällen in menschlichen Siedlungen.

Der natürliche Feind von Canis aureus ist ausgerechnet sein größerer "Bruder" Canis lupus, der Wolf. In Deutschland dürfen eingewanderte Goldschakale nach § 2 des Bundesjagdgesetzes nicht bejagt werden.

Heult wie eine Sirene

Goldschakal (Canis aureus)

Das Heulen des Goldschakals klingt ähnlich wie das des Wolfes, aber kann auch wie eine Sirene klingen. Die Tiere sind treu. Haben sich ein Männchen und ein Weibchen gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen. Bei der Jagd sind teilweise zusammen, teilweise aber auch getrennt unterwegs. Im Herbst paaren sich die Schakale und nach einer Tragezeit von rund zwei Monaten werden die Jungen geboren. Ein Wurf kann aus bis zu neun Welpen bestehen.

Sendung: hr4, hr4 am Nachmittag, 07.02.2019, 14:05 Uhr

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