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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Heinrich ist wieder da

Fallschirmspringer Heinrich inmitten der Gemeinde-Oberen

Das entführte Kunststoffgerippe ist wohlbehalten und gut genährt wieder in Fürth. Nach der Lösegeldübergabe ließen die Entführer Heinrich am Donnerstagabend auf spektakuläre Weise wieder frei.

Volker Oehlenschläger, Fürths Bürgermeister, hat am Freitagmorgen bei hr4-Moderatorin Inka Gluschke die Geschichte von Heinrichs Rückkehr erzählt. Dabei kamen interessante Sachverhalte zutage.

Nachdem die Entführer den Scheck mit dem Lösegeld an sich genommen hatten, wartete man nun in Fürth auf die Freilassung von Heinrich. Und die war spektakulär: Am frühen Abend, der Himmel war noch schön blau und wolkenlos, tauchte ein Flugzeug über Fürth auf und dann sprangen acht Personen mit Fallschirmen daraus ab. Als sie auf dem Boden waren, sah man, dass einer Heinrich vor sich geschnallt hatte.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Heinrich gehts gut

Heinrich mit Mikro
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Sehr zur Freude der Bevölkerung machte Heinrich einen guten Eindruck. Kein Knochen war gebrochen. Er wirkte auch gut genährt, da ihn die Entführer ja auch gut mit Bier und Chips versorgt hatten. Und wie sich dann herausstellte, war das Skelett gar nicht richtig entführt worden. Seine "Erschaffer" hatten ihn einfach nur "von der Gass" geholt.

Drei junge Männer aus Krumbach hatten vor Wochen angefangen, das künstliche Knochengerüst nachts an verschiedenen Plätzen in Fürth zu platzieren. Nur wurde ihnen die Arbeit mit der Zeit zu stressig: Es waren auf einmal recht viele Bürger in den späten Abendstunden unterwegs. Und da zwei aus Krumbach sind und Kinder in der Kita "Rasselbande" haben, kam ihnen die Idee mit der Entführung und der Spende. Jetzt stellten sie sich und gaben sich zu erkennen. Das war ein Streich, den alle gerne mitgespielt haben.

Die "Entführer" ergeben sich.

Dominik Bormuth, Christian Wagner und Matthias Hallstein aus Krumbach steckten hinter dem Klamauk. "Wir haben das Skelett auf dem Dachboden gefunden", sagte Wagner. Es sollte eigentlich entsorgt werden, doch dann setzten die beiden es einfach mal auf eine Parkbank. Nach einer halben Stunde war schon der erste Facebook-Post da. Dann haben sie sich einen Spaß daraus gemacht und Heinrich immer an andere Orte gesetzt.

Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Heinrich bekommt jetzt ein neues Zuhause, wo er für alle da ist. Im Bergtierpark in Fürth-Erlenbach wird er zukünftig zu finden sein und für Fotos zur Verfügung stehen. Er wird wohl der neue Star im Park.

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zum hr-fernsehen.de Video Neues vom Skelett Heinrich – Erpresserschreiben aufgetaucht

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Die Vorgeschichte

Rund um Fürth im Odenwald tauchte in den letzten Wochen immer wieder ein Skelett aus Plastik auf, wie man es aus dem Schulunterricht kennt. Nach dem ersten Schrecken wurde aus dem Knochengerüst schnell ein Star in den sozialen Netzwerken. Es tauchten Fotos von dem Gerippe in verschiedenen Posen, mit Kleidung oder einfach mal einem Bier auf. Der unbekannte Knochenmann, nach Ansicht der Bevölkerung muss es ein Mann sein, bekam auch einen Namen: der bleiche Heinrich. So populär Heinrich auch wurde, über seine "Hintermänner und -frauen" ist bisher nichts bekannt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lösegeld für Heinrich ist zusammen

Skelett Heinrich entführt
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Jetzt tauchten zwei Bekennerschreiben auf: Heinrich wurde entführt oder in dem Fall wohl eher "entfürth". Die Briefe sind, wie es sich gehört, aus ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben hergestellt und mit einem Foto des angeketteten Heinrich versehen. Die Entführer fordern eine Summe von 1.000 Euro, die an die Kita "Rasselbande" im Fürther Ortsteil Krumbach gespendet werden soll. Empfänger der Post waren Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger und Uwe Kollmer, der Ortsvorsteher von Krumbach.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Skelett Heinrich entführt

Der "bleiche Heinrich" trinkt offenbar gerne Bier.
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Auf einer Pressekonferenz bestätigte Volker Oehlenschläger die Echtheit der Schreiben und stellt die Lösegeldzahlung in Aussicht. Immerhin gehe es ja auch um einen guten Zweck. Inzwischen ist es gelungen, die Lösegeldsumme aufzutreiben. Über die sozialen Medien möchte er Kontakt zu den Entführern aufnehmen, um die Übergabemodalitäten zu klären. Denn die Fürther wollen ihren Heinrich zurück.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Heinrichs Entführer melden sich

Heinrich
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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sprachnachricht von Heinrichs Entführern

Skelett
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Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger hat jetzt eine Sprachnachricht der Entführer erhalten: Heinrich gehe es gut. Er werde heute Abend freigelassen, wenn die Kita "Rasselbande" die gewünschte Spende erhalten hat. Da die Fürther ihren Knochenmann gerne wieder haben wollen, werden sie das Geld übergeben und hoffen, dass Heinrich auch in die Freiheit entlassen wird.

Sendung: hr4, hr4 am Nachmittag, 28.07.2020, 14:00 Uhr

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