Ein Eichhörnchen liegt an einem heißen Sommertag träge auf einem Ast
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Im Wald von Ast zu Ast springend, so sind die kleinen Tiere mit dem großen Puschelschwanz am liebsten unterwegs. Doch auch im heimischen Garten können sie sich sehr wohlfühlen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Eichhörnchen sind gern gesehene Gäste in unseren Gärten. In die Nähe von Menschen zieht es die Tiere jedoch nur, wenn sie im Wald nicht genügend Nahrung finden. Denn sie leben gerne in alten Bäumen, die genügend Samen und Nüsse produzieren. Damit sich die kleinen Nager auch im Garten wohlfühlen, sollten Sie ihnen ausreichend Nahrung und einen Schlafplatz anbieten.

Nahrung

Eichhörnchen ernähren sich überwiegend vegetarisch. Sie sind jedoch auch Nesträuber und fressen Vogeleier. Hasel- und Walnüsse, Baumtriebe, Samen aus Tannen-, Fichten- und Kiefernzapfen sind aber die Lieblingsspeise der Eichhörnchen. Sie mögen ebenfalls Pilze, auch giftige Fliegenpilze, Beeren oder Obst. Am besten stellen Sie ihnen eine Mischung zusammen:

  • Haselnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • getrocknete Bananen
  • Rosinen
  • Esskastanien
  • Hagebuttenfrüchte
  • Weintrauben

Sie können die Mischung in einem speziellen Eichhörnchen-Futterhaus bereitstellen, damit sich nicht andere Tiere daran bedienen. Die besten natürlichen Futterquellen im Garten sind jedoch Buchen, Haselnusssträucher oder Beerensträucher.

Futterstellen für Eichhörnchen sollten nicht in direkter Menschennähe oder Katzenreichweite montiert werden.

Niststätte

Sein Nest, auch Kobel genannt, baut das Eichhörnchen in Astgabeln. Außen ist es mit Blättern verkleidet und innen mit Gras, Moos und Federn gepolstert. Der Kobel sieht manchmal auch wie ein Vogelnest aus. Das Nest hat einen Haupteingang und einen Fluchtausgang in der Nähe des Stammes. Diesen Fluchtweg benutzen sie, wenn ihnen im Nest Gefahr droht.

In der Stadt bauen sie ihre Nester auch in Balkonkästen, auf Fensterbrettern oder Jalousienkästen. Eichhörnchen haben in der Regel mindesten zwei Kobel, um bei Gefahr schnell umziehen zu können. Sollten Sie im Handel einen Kobel für die Tiere erstehen wollen, dann achten Sie darauf, dass das Nest zwei Ein- bzw. Ausgänge hat. Die Innenmaße des Nistkastens sollten 22 x 22 x 25 cm betragen. Ebenso muss das Dach wetterfest und wärmeisoliert sein.

Steckbrief

  • Lateinischer Name: Sciurus vulgaris
  • weitere Namen: Eichelkätzchen, Eichkater
  • Größe: von 20 bis 25 cm
  • Gewicht: zwischen 200 und 400 g
  • Alter: ca. 3 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 10 Jahre
  • Farbe: von hellem Fuchsrot bis zu tiefem Schwarz
  • besonderes Merkmal: der buschige Schwanz dient zur Balance und der Kommunikation
  • Lebensraum: Laub- und Mischwälder
  • natürliche Feinde: Greifvögel, Marder
  • Schlaf-Wach-Rhytmus: tagaktiv
  • Paarungszeit: Juni bis August
  • Wurfgröße: 1 bis 6 Jungtiere

Bedrohung Grauhörnchen

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In Großbritannien haben sie den einheimischen Eichhörnchen schon den Rang abgelaufen. Im 19. Jahrhundert kamen die Tiere aus Amerika auf die Insel und wurden dort freigelassen. Da sie größer und robuster als die europäischen Eichhörnchen sind, haben die grauen Amerikaner sie in weiten Teilen Großbritanniens verdrängt, auch mit einer "biologischen Waffe": Die Grauhörnchen tragen einen Pocken-Virus in sich, der ihnen nichts anhaben kann, aber gegen den die europäischen Hörnchen häufig keine Chance haben.

In Deutschland haben die Grauhörnchen bisher noch nicht Fuß gefasst, allerdings gibt es in angrenzenden Ländern wie der Schweiz bereits Populationen. Deshalb ist auch ein Vordringen zu uns in den nächsten Jahren zu erwarten.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 06:05 Uhr, 14.01.2019

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