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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found So wird ein Hit zum Ohrwum - Uwe Busse im Interview

Uwe Busse

Wer kennt das nicht: Man hört ein Lied und es geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Man hat einen Ohrwurm. Einer, der sich damit auskennt, ist Uwe Busse. Als Sänger und vor allem als Produzent ist er verantwortlich für Ohrwürmer. Einige hat er schon geliefert.

Uwe Busse pflegt einen professionellen Umgang mit Ohrwürmern. Als Sänger und Produzent ist es quasi sein Job, Ohrwürmer zu verbreiten. Doch auch für ihn sind Lieder, die sich einem im Kopf festsetzen wichtig. Ständig arbeitet er an neuen Titeln. Dabei hilft ihm sein Smartphone, auf dem er alles aufnimmt, was ihm in den Sinn kommt. Manchmal auch nachts.

Und gewisse Melodien oder auch Textideen setzen sich im Kopf fest: "Die guten Dinge sind im Kopf und bleiben auch drin. Sie sind da gefangen und ich kann sie jederzeit abrufen." Wenn das passiert, so Uwe Busse, ist das ein gutes Zeichen für einen Hit, für einen Ohrwurm.

"Rivers of Babylon" hilft gegen Ohrwürmer

Das geht in heißen Phasen, wenn ein neues Album entsteht, schon mal soweit, dass sich eine Melodie im Kopf einnistet und Uwe Busse sich auch beim Einschlafen noch damit auseinandersetzt. Sein Mittel dagegen: "Rivers of Babylon". Er sing den Hit von Bonnie M. in Dauerschleife und "vertreibt" so die andere Melodie und kann einschlafen.

Insgesamt ist das Schreiben für Uwe Busse ein "Leidensweg", auf dem er bereits seit 40 Jahren unterwegs ist. Immer wieder wird alles auf den Prüfstand gestellt und so lange verändert, bis es past. Besonders ernst wird es, wenn es um ein ganzes Album geht. Der gebürtige Wuppertaler arbeitet lieber an einem Album mit Künstlern, als nur an einzelnen Liedern. Bei einem Album können eie Lieder besser wachsen, lassen sich besser aufeinander abstimmen.

Hit ist, wenn alles passt

Das Rezept für einen guten Hit ist für Uwe Busse, der in Bad Arolsen lebt, recht einfach: Er muss einfach sein. Schwere Melodien werden eher weniger zum Ohrwurm. "Drei Akkorde und 25 Töne, dann hat man es," beschreibt er das, auch wenn die Musiker es oft "anspruchsvoller" wünschen, sind es doch die "einfachen" Lieder, die eher zum Hit und Ohrwurm werden. Simple Melodien bleiben eher im Kopf.

Die Flippers - Olaf Malolepski , Manfred Durban und Bernd Hengst - bei der Generalprobe zur Sendung "Das Frühlingsfest der Volksmusik" 2011

Geprägt wird ein Hit auch vom Zeigeist. Als er anfing mit dem Flippers, die gerade von fünf auf drei Bandmitglieder geschrumpft waren, zusammenzuarbeiten, hat sich Uwe Busse am Sound von "Bonnie M." orierentiert. "Die Plattenfirma hätte mich dafür fast gesteinigt," gesteht er lachend. Das war aus deren Sicht kein Schlager, sondern Popmusik. Doch der Erfolg gab ihm recht und er setzte damit auch einen Trend. Heute sind viele Schlager von elektronischen Einflüssen geprägt. Beats sind der aktuelle Zeitgeist. Doch wichtig bleiben für Uwe Busse "drei Akkorde und 25 Töne".

Ob ein Lied aber wirklich ein Hit wird, merkt der Sänger und Komponist, wenn Musik und Text zusammenkommen und das Lied anfängt "zu schweben". Wenn ein Lied dann "einen halben Meter über dem Boden schwebt", so Uwe Busse, wird es meistens ein Hit. Da hat er meist eine sehr gute Antenne für und die richtigen Lieder werden als Single aus einem Album ausgekoppelt.

Mit "Du schaffst das schon" hat Uwe Busse für KLUBBB3 zuletzt einen Ohrwurm produziert.

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Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 05.11.2020, 06:00 Uhr

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