Stefan Waggershausen bei hr4
Am 20. Februar 2019 feiert Stefan Waggershausen seinen 70. Geburtstag. Bild © hr/Mario Hornitschek

Am 20. Februar 1949 erblickte der Sänger in Friedrichshafen das Licht der Welt. Vor wenigen Tagen brachte er sein neues Album auf den Markt. Grund genug für Uwe Becker, mit Stefan Waggershausen zu reden.

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Seinen 70. Geburtstag - wie 70 sieht Stefan Waggershausen wirklich nicht aus - wird er unterwegs "on the road" feiern. Schuld daran ist sein neues Album "Aus der Zeit gefallen". Weil es etwas länger dauerte, ist er jetzt erst unterwegs dafür. Aber trotzdem ist die Hoffnung, abends mit Freunden noch einen Whiskey zu trinken.

Das neue Album ist aus mehreren Gründen "Aus der Zeit gefallen": Zum einen ist es nach rund zehn Jahren wieder ein neues Album von Stefan Waggershausen, zum anderen sind alle Instrumente live eingespielt worden. Deshalb dauerte es auch länger, aber es war Stefan Waggershausen wichtig, dass die Musik natürlich klingt, nicht aus dem Rechner stammt. Und beim Einspielen meinte einer der Musiker: "Waggershausen, so wie du produzierst, das ist ziemlich aus der Zeit gefallen." Der Album-Titel war geboren.

Stefan Waggershausen (r.) und Uwe Becker im hr4-Studio
Gemäß des Album-Titels "Aus der Zeit gefallen", gibt es die Scheibe auch als Schallplatte. Bild © hr/Mario Hornitschek

Musikalische Heimat in den Südstaaten gefunden

Seit Mitte der neunziger Jahre - eigentlich recht spät - hat Stefan Waggershausen seine musikalischen Wurzeln gefunden. Die Achtziger waren seine Pop-Jahre mit Hits wie "Hallo Engel", "Es geht mir gut" und "Zu nah am Feuer". Anfang der neunziger Jahre folgten die Duette mit Victor Lazlo, Ofra Haza oder Maria Conchita Alonso.

Dann brachte ihn Willy DeVille Mitte der Neunziger auf den "rechten Weg". Durch den Amerikaner lernte er die Musik der Südstaaten kennen - und lieben. Stefan Waggershausen merkte, dass die gitarrenorientierte Musik mit Geigen und Akkordeon auch seine Musik war. In Louisiana nimmt er dann zwei Alben auf, ehe er sich dann aus Solo-Projekten zurückzieht.

Stefan Waggershausen bei hr4
Es sehr spät hat Stefan Waggershausen seine musikalischen Wurzeln gefunden. Bild © hr/Mario Hornitschek

Mit "Märchenhafter" Pause ins neue Jahrtausend

Nach der Louisiana-Zeit lässt er seine Solo-Karriere pausieren und widmet sich einem neuen Herzensprojekt: "Wolke 7 – das Musik Märchen". An diesem Werk für Kinder und jung gebliebene Erwachsene haben renommierte Künstler wie Nena, die Prinzen oder Michael Schanze mitgearbeitet.

Anschließend schreibt,komponiert und produziert er viel für andere Künstler oder schreibt Musik fürs Fernsehen, beispielsweise die beliebte Kinder-Serie "Siebenstein".

Die Gibson will's noch mal wissen

Doch irgendwann, so erzählt er gerne die "Legende", hat eine seiner Gitarren rebelliert. Stefan Waggershausen besitzt um die 20 Gitarren, er nennt es seine Gitarren-WG, da manchmal eine die Sammlung verlässt und eine neue in den Schrank einzieht. Und eine der Gibson-Gitarren war also der Meinung, Stefan müsste mal wieder selbst ran. So folgte 2010 das Album "So ist das Spiel". Darauf waren auch Gäste wie Jan Josef Liefers, Nena oder Annett Louisan zu hören.

Eine Gitarre hat in der WG einen besonderen Platz. Mehr über sie erzählt Stefan Waggershausen im Video.

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Viel Spaß mit Otto, den Beatles und Ice Age

Danach hat Stefan Waggershausen wieder viel für andere geschrieben und produziert. Außerdem kam es zu einem besonderen Projekt mit Otto Waalkes, bei dem nicht nur geblödelt wurde. Geplant war, an einem Nachmittag ein Lied für Ottos "Ice Age"-Album "Sid und seine Freunde" zu machen. Es wurde dann doch drei Tage. Allerdings drehte sich die ersten beiden Tage alles nur um Beatles-Songs - Otto ist laut Stefan ein begnadeter Gitarrist und riesiger Beatles-Fan.

Am dritten Tag ging's dann mit viel Ostfriesen-Tee an den eigentlichen "Ice Age"-Song. Doch dann wurde schnell klar: Ein Lied reicht nicht! Und nach etwa anderthalb Jahren waren es schließlich 15. Es dauerte so lange, weil Otto immer wieder auf Tournee war.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 20.02.2019, 06:05 Uhr

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