Rainhard Fendrich bei hr4

Mit seinen hintersinnigen Texten ist der gebürtige Wiener seit Jahrzehnten in den Charts vertreten. Lieder mit einer Botschaft waren und sind ihm ein Anliegen. Außerdem hat er bei Uwe Becker verraten, wie es zum Titel seines neuen Albums kam und wann es ihn morgens aus dem Bett treibt.

Waren es früher leichte Themen mit versteckter Botschaft ("Macho, Macho"), findet es Rainhard Fendrich heute wichtig, dass Musiker Lieder singen, die auch "den Finger in die Wunde legen" und gesellschaftskritisch sind. Sein aktueller Hit befasst sich beispielsweise mit einem schweren Thema wie "Burn-out".

Rainhard Fendrich bei hr4

Er findet es bedenklich, wenn Menschen heute ständig erreichbar sind. Immer am Arbeiten sind, immer unter Strom stehen, keine Auszeit mehr kennen - auf die Dauer geht das nicht gut. In seiner trockenen Art kommentiert Rainhard Fendrich das so: "Steig auf die Bremse, bevor es ein anderer für Dich tut!"

Vernünftiger Umgang mit sozialen Netzwerken wichtig

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Natürlich ist der Sänger auch auf sozialen Plattformen vertreten und aktiv. Allerdings sieht er sie durchaus kritisch. Über die Netzwerke können sich heute Gruppen auf aller Welt verbinden, beispielsweise beim Thema Klimaschutz. Allerdings warnt Rainhard Fendrich davor, dass Kinder und Jugendliche in ein Parallel-Universum abrutschen. Eine Scheinwelt, die auf Dauer doch zu Vereinsamung führt.

Er findet es traurig, wenn eine vierköpfige Familie im Urlaub doch nur das Smartphone im Blick hat. Wenn der Blick aufs Handy wichtiger ist, als die Gespräche miteinander.

Für Hunde Mallorca aufgegeben

Nur noch zum Urlaub wird er auch wieder nach Mallorca zurückkehren. Dort hatte er längere Zeit ein Haus und ein Studio. Inzwischen ist der Frühaufsteher - zwischen 6 und 6:30 Uhr treibt es ihn aus dem Bett - wieder in Österreich. Der Grund sind seine beiden Hunde. Ihnen möchte er den Flug oder die Fahrt mit der Fähre auf die Mittelmeerinsel nicht mehr antun.

Rainhard Fendrich bei hr4

Und Österreich ist ja auch schön. Außerdem ist es wichtig, wenn er mit den Hunden raus: Dabei bekommt er den Kopf frei. Rainhard Fendrich genießt es, morgens durch Wald und Wiesen zu laufen. Nur wenn's stürmt, nimmt ihm das den Spaß, aber die Hunde müssen halt auch dann raus.

Freut sich auf Tour

Im kommenden Jahr steht wieder eine Tour an. Darauf freut sich der Wiener besonders. Für ihn sind Konzerte magische Momente. Der direkte Kontakt zum Publikum, dieser Funke der überspringt, die Welle an Emotionen, die er auf der Bühne zurückbekommt - das genießt er einfach. Das wird er auch am 7. Mai 2020 in der Frankfurter Jahrhunderthalle tun.

Rainhard Fendrich und Uwe Becker

Der Titel der Tour lautet "Starkregen", wie das Album. Zu diesem Titel kam es übrigens durch einen blöden Zufall: Rainhard Fendrich wollte bei einer ausländischen Fluggesellschaft ein Ticket bestellen. Seinen Vornamen übersetzte das Programm dann ins Englische - "rain hard" - was zurück ins Deutsche übersetzt "Starkregen" bedeutet. Die Änderung von "Starkregen Fendrich" in Rainhard Fendrich war dann nicht so einfach, aber ihm gefiel das Wort. Und da er für sein Album noch keinen passenden Titel hatte, war der auf diesem Weg gefunden.

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