Peggy March bei hr4

Mit 71 hat sie ein neues Album produziert: "Man ist nie zu alt für Träume". Im Gespräch mit Inka Gluschke hat sie verraten, dass ein Traum jetzt in Erfüllung geht und was das Geheimnis ihrer Ehe war.

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel Inka Gluschke im Gespräch mit Peggy March

hr4 Stars im Studio
Ende des Audiobeitrags

Mit 17 hatte sie in Deutschland ihren ersten großen Erfolg, mit 71 bringt sie jetzt ein neues Album auf den Markt: Peggy March zählt noch immer zu den Große in der Schlagerbranche.

1965 kam die damals 17-Jährige nach Deutschland und gewann gleich bei den "Deutschen Schlager-Festspielen" in Baden-Baden. Der Titel hieß passenderweise "Mit 17 hat man noch Träume".

Peggy March bei hr4

Auch erfolgreiche Songschreiberin für andere

Damit hatte sie den internationalen Durchbruch geschafft. Neben Deutschland war sie in Japan sehr beliebt. In insgesamt neun Sprachen sang sie. Heute bedauert sie, dass sie nur in den Sprachen singen kann, aber sie nicht spricht. Sie war in den Siebzigerjahren mit zahlreichen Titeln, beispielsweise "In der Carnaby Street", "Memories of Heidelberg" oder "Fly Away Pretty Flamingo", erfolgreich.

Peggy March bei hr4

Dann arbeitete sie viel für andere Künstler. Audrey Landers schrieb sie den Song "Manuel Good-bye". Auch der Nummer-1-Hit "When the Rain Begins to Fall" von Pia Zadora und Jermaine Jackson stammt aus der Feder von Peggy March.

"Wollte noch mal eine neue Platte machen"

Ihr letztes Album "Always and Forever" hat 2012 auf den Markt gebracht. Zuletzt hat sie dann der Wunsch gepackt, noch eine neue CD zu machen: "Ich habe meinen Beruf gerne, immer noch!" Auf dem neuen Album "Man ist nie zu alt für Träume" sind sowohl alte Klassiker als auch neue Songs. Es sind alles Lieder, die Peggy unbedingt auf der Scheibe haben wollte.

Peggy March bei hr4

Sie erzählen Geschichten aus dem Alltag. Sehr persönlich ist "Es könnte mir nie besser gehen". Das Lied ist ihrem Mann Arnie Harris gewidmet. Mit ihm war sie fast 45 Jahre - zwei Monate fehlen - verheiratet, ehe er 2003 starb. Arnie war nicht nur Peggys Mann, er hat sich auch um das Geschäftliche gekümmert und ihr den Rücken freigehalten.

"Ich wollte nicht fremdgehen, aber ihn oft umbringen"

Auf die Frage, nach dem Geheimnis ihrer langen Ehe hat Peggy eine bemerkenswerte Antwort - mit einem Augenzwinkern - parat: "Wir waren 24 Stunden zusammen, jeden Tag. Das geht aber nicht bei allen Paaren. Und ist auch nicht zu empfehlen. Es war auch für mich oft zu viel. Ich wollte nie fremdgehen, aber hätte ihn oft umbringen können." Doch das hat die Liebe verhindert. Peggy und Arnie waren perfekte Partner und Freunde.

Peggy March bei hr4

Seit dem Tod ihres Mannes muss Peggy March sich um die geschäftlichen Dinge selbst kümmern. Und dabei hat sie festgestellt, was ihr Mann ihr alles an Arbeit abgenommen hat. Doch sie sagt ganz selbstbewusst: "Ich bin eine Frau, ich kann alles".

Erstmals in Deutschland auf Tournee

Und dass sie alles kann, zeigen auch ihre Pläne: Sie will erstmals (!) in Deutschland auf eine Solo-Tournee gehen. Sie weiß auch schon, was sie singen wird, welche Kleidung sie anziehen und was sie erzählen will. Peggy March freut sich darauf und ihre Fans auch. Damit geht ein lang gehegter Traum von ihr in Erfüllung. Man ist nie zu alt für Träume.

Peggy March und Inka Gluschke bei hr4

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 12.07.2019, 06:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit