Jay Alexander bei hr4

Zusammen mit Marc Marshall ist Jay Alexander seit Jahren ein bekanntes Duo. Solo hat er jetzt ein ganz besonderes Projekt abgeschlossen: ein Album mit den schönsten Melodien der deutschen Fernsehgeschichte. Bei Michael Meyer hat er verraten, was ihn daran besonders gereizt hat.

Jay Alexander stammt auf Pforzheim und ist ein ungewöhnlicher Musiker. Er wurde 1971 geboren und lernte schon als Kind Trompete spielen. Nach der Schule machte er eine Ausbildung als Offsetdrucker. Dann entschied er sich doch für ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe.

Jay Alexander bei hr4

Dort lernte er zufällig Marc Marshall kennen. Der, acht Jahre älter und schon mit dem Examen in der Tasche, noch einmal für eine Opernrolle an die Uni zurückgeholt wurde. Ohne genau zu wissen, wer Marc war (Sohn von Tony Marshall), freundeten sich die beiden an und merkten, dass sie musikalisch auf einer Wellenlänge liegen.

Thomas Stein macht sie zum Duo

Als Jay dann sein erstes Album aufnahm, nahm er Marc als Produzent hinzu. Bei einem Stück gefiel Marc die Umsetzung nicht so, da meinte Jay: "Dann sing Du's doch!". Bariton Marc sang das Stück und Tenor Jay sang die zweite Stimme. Die Techniker schnitten das mit und spielten es am nächsten Tag Thomas Stein, Chef von BMG/Ariola, vor. Für den stand fest: Die beiden müssen zusammen ein Album machen, die sind klasse!

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Das war 1998. Daraus wurde bis heute eine Erfolgsgeschichte. Es gibt wohl kein vergleichbares Männer-Duo, das über einen so langen Zeitraum zusammen erfolgreich ist. Der Erfolg, so Jay, kommt sicherlich auch daher, dass sie kein Kunstprodukt einer Casting-Show sind, sondern, dass sie über Jahre gewachsen sind. Außerdem sind beide ausgebildete Sänger mit einem großen Repertoire.

Vielfalt eine Stärke

Jay Alexander deckt musikalisch fast die ganze Bandbreite ab: von Oper und Operette über Musical bis hinzu Messen und Oratorien. Daraus entstand auch eine ganz besondere Konzertreihe mit Marc Marshall: Sie singen die geistlichen Werke in Kirchen. Die Akustik dort ist immer wieder anders und besonders.

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Solo singt er außerdem Lieder von Schubert und Schumann. Das zeigt seine stimmlichen Fähigkeiten, die vielen Künstlern heute fehlen.

Serien-Junkie singt Serien-Klassiker

Sein neues Album, das vor wenigen Tagen erschienen ist, ist ein ganz besonderes Werk, eine Herzensangelegenheit. Es trägt den Titel "Serienhits" und ist eine Hommage an die Fernsehklassiker. Er fand es schade, dass diese Lieder keinen Text hatten, man sie nicht mitsingen konnte, wie beispielsweise die Titelmelodie von "Heidi" oder "Biene Maja".

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Deshalb bat Jay die renommierte Songwriterin Jovanka von Wilsdorf, Texte zu den instrumentalen Titelmelodien zu schreiben. Zusammen mit der Vogtland Philharmonie Greiz Reichenbach und den Kai Müller Chören her dann die neuen Lieder aufgenommen und das Album gemacht.

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Jay Alexander, der sich selbst als Serien-Junkie bezeichnet, bringt so bekannte Melodien in einem neuen Gewand zu Gehör. Zu den zwölf Liedern gehören unter anderem die beliebte DDR-Serie "Zur See", das unsinkbare "Traumschiff", die "Derrick"-Melodie und natürlich das "Schwarzwaldklinik"-Thema. Ein Stück Heimat für ihn.

Heimat und Famile wichtig

Die Heimat und seine Familie sind ihn sehr wichtig. Er genießt es, ein Wochenende mit der Familie im Ferienhaus im Allgäu zu verbringen, oder im Weinberg des Vaters zu helfen. Das ist ein schöner Ausgleich zum manchmal stressigen Tour-Alltag.

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Er hört auch gerne Musik von anderen Künstlern. Doch etwas, was in wirklich glücklich macht bzw. gemacht hat, war das Baby-Geschrei seiner Kinder, als sie noch klein waren, oder das Bellen seines kleinen Hundes Charlotte. Das sind für Jay Alexander Lebenstöne. Und was gibt es Schöneres?

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