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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Udo Jürgens und weitere Rekorde

Udo Jürgens sitzt 1966 beim ESC-Finale am Klavier und singt seinen Titel "Merci Cherie"

Welches Land hat am häufigsten gewonnen? Welches ist der größte Abstand zwischen zwei Teilnahmen? Wer holte die meisten Punkte? Außerdem verraten wir noch, wer als erster das Pech hatte, mit NULL PUNKTEN ein Finale zu beenden und wann es vier Sieger gab.

Die griechische Sängerin Anna Vissi geht 1980 erstmals für ihr Heimatland ins Rennen. Platz 13 ist das Resultat. Als sie 1982 zum zweiten Mal, diesmal für Zypern, beim Grand Prix antritt, ist Helmut Schmidt noch Bundeskanzler, sind Schulterpolster gerade der neueste Schrei und im Fernsehen läuft die erste Folge von "Knight Rider". Das ist die Serie, in der David Hasselhoff mit seinem cleveren und vorlauten Auto für Gerechtigkeit sorgt. Einen guten Platz 5 erreicht sie damals.

Sage und schreibe 24 Jahre später tritt Anna Vissi wieder an, 2006. Mittlerweile ist Angela Merkel Bundekanzlerin, Schulterpolster sind, zum Glück, in der modischen Versenkung verschwunden und David Hasselhoff hat inzwischen die Berliner Mauer höchstpersönlich in Grund und Boden gesungen, wie er meint.

Anna Vissi bei ihrem Auftritt 2006

Bei dieser Teilnahme gelingt Anna Vissi ein respektabler 9. Platz - und ein Rekord! Denn niemand ist - bisher - nach längerer Zeit, also nach 24 Jahren, zurück auf die große Bühne des "Grand Prix" gekommen.

Vier Auftritt und erster Nullinger

Einen anderen Rekord teilen sich das Schweizer Trio "Peter, Sue & Marc" (1971, 1976, 1979, 1981) und der Belgier Fud Leclerc (1956, 1958, 1960, 1962): Sie haben jeweils viermal am Wettbewerb teilgenommen, so oft wie kein anderer.

Der Belgier Fud Leclerc, Foto aus den sechziger Jahren

Und Fud Leclerc hat auch gleich noch eine "Bestmarke" aufgestellt: Er ist der erste Teilnehmer, der NULL PUNKTE "holte". 1962 in Luxemburg mit dem Titel "Ton Nom". Anne Sophie "holte" 2015 die ersten 0 Punkte für Deutschland.

Udo unverbesserlich

Und dann gibt es da noch einen Mann, der wollte es wirklich wissen. Drei Jahre hintereinander tritt er für Österreich an. 1964 in Kopenhagen mit "Warum nur?". Warum nur wird es Platz 6? Ein Jahr später ist Udo Jürgens wieder dabei. In Neapel versucht er es mit dem Titel "Sag ihr, ich lass sie grüßen". Er kann sich verbessern und grüßt am Ende von Platz 4.

Udo Jürgens sitzt 1965 im Hafen von Neapel auf einem Boot

Und dann kommt das Jahr 1966. Der "Grand Prix"-Zirkus macht mal wieder in Luxemburg Station. Es ist der 5. März. Ein Tag, der das Leben von Udo Jürgens verändert. Bescheiden drückt er es so aus: "Dann hat's wirklich begonnen!" Er gewinnt mit dem von ihm geschriebenen Titel "Merci Cherie". Mit 31 Punkten bekommt er fast doppelt so viele wie die Zweitplatzierten Schweden Lill Lindfors & Svante Thuresson (16 Punkte). Udo Jürgens ist einer der ersten und einer der ganz wenigen, die durch den "Grand Prix Eurvision de la Chanson" zu einem Weltstar geworden sind.

Übrigens - nach dem Triumph von Udo Jürgens mussten unsere Nachbarn aus Österreich 48 Jahre warten, bis sie mit Conchita Wurst ("Rise Like a Phoenix") mal wieder ganz oben stehen.

Kleines Irland ganz groß

Die meisten Sieger hat bisher das kleine Irland gestellt: Sieben erste Plätze können sie bisher verbuchen. Zwei Siege davon gehen direkt auf das Konto von Johnny Logan (1980, 1987), der auch 1987 (für sich) und 1992 (für Linda Martin) als Komponist erfolgreich war. Zwischen 1992 und 1994 gewinnt Irland drei Mal in Folge, auch das ein Rekord. Dass sie damit drei Mal in Folge Gastgeber sind, ist auch einzigartig. In Irlands Hauptstadt Dublin sind bisher fünf Finalrunden ausgetragen worden.

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Ausschnitt aus Johnny Logans Auftritt mit "What's Another Year" 1980.
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Sobral und Rybak top

Die wenigsten Teilnehmer gibt es beim ersten "Grand Prix" 1956. Sieben Länder sind beim Erfolg der Schweizerin Lys Assia dabei. Die meisten Staaten sind 2008 in Belgrad, 2011 in Düsseldorf und 2018 in Lissabon am Start: jeweils 43.

Salvador Sobral, Sieger 2017, mit der Trophäe

Was die Punkteausbeute angeht, liegt der Portugiese Salvador Sobral ganz vorne. Mit dem Lied "Amar pelos dois" sammelt er 2017 beim Finale in Kiew 758 Punkte. Den größten Vorsprung ersingt sich der Norweger Alexander Rybak mit dem Song "Fairytale" bei der Endrunde 2008 in Moskau. Er erhält 169 Punkte mehr, 387 bekommt er insgesamt, als die Zweitplatzierte Yohanna ("Is It True?") aus Island.

Kuriosum: Vier Sieger

Einzigartiges trägt sich beim "Grand Prix" 1969 in Madrid zu. 18 Länder treten an jenem 29. März gegeneinander an. Am Ende sind gleich vier Lieder mit 18 Punkten gleichauf! Es gibt, nach damaligem Reglement, vier Sieger! Das sind Salomé für Spanien mit dem Lied "Vivo cantando", Lulu für Großbritannien mit "Boom Bang-a-Bang", Lenny Kuhr aus den Niederlanden mit "De troubadour" und Frida Boccara aus Frankreich mit dem Lied "Un jour, un enfant". Danach wird das Regelwerk so angepasst, dass dieser Fall nicht mehr vorkommt.

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Meilensteine der ESC-Geschichte: 1969 (Englisch)
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Es ist auch der "Sieg" mit dem geringsten Abstand: Ganze 5 Punkte beträgt er! "Undankbare" Fünfte ist Paola mit "Bonjour, bonjour", die für die Schweiz auf 13 Punkte kommt.

Sendung: hr4, hr4 - Britta am Vormittag, 16.05.2019, 10:00 Uhr

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