Katrin Sass
Katrin Sass Bild © picture alliance / Sven Simon

Katrin Sass ist eine der bekanntesten und gefragtesten Schauspielerinnen in Deutschland. Sie war lange Kommissarin im "Polizeiruf 110", hatte eine Hauptrolle im Usedom-Krimi und in "Good Bye Lenin". Am Sonntag spricht Katrin Sass mit hr4-Moderatorin Diane Steffens.

Begonnen hat Katrin Sass  ihre Schauspiel-Karriere in der DDR, Ende der 1970iger Jahre. Anfang der 1980er Jahre startete sie ihre Theaterlaufbahn. Ab 1993 war sie als Hauptkommissarin Tanja Voigt in der Krimi-Serie "Polizeiruf 110" zu sehen. 1998 war ein besonderes Jahr für Katrin Sass. Damals erkannte sie für sich selbst, dass es so nicht mehr weiter geht und machte eine Therapie. 2001 machte sie ihre Alkoholkrankheit öffentlich. Heute bezeichnet sie das Jahr 1998 als ihre zweite Geburt.

Katrin Sass (vorne links) mit Filmsohn Daniel Brühl in "Good Bye Lenin"
Katrin Sass (vorne links) mit Filmsohn Daniel Brühl in "Good Bye Lenin" Bild © picture alliance/Everett Collection

2003 folgte der Erfolg mit "Good Bye Lenin". Der Kinofilm ist einer ihrer bekanntesten und international erfolgreichsten Produktionen und erzählt die Geschichte einer Frau, die im Koma liegend die Wende verpasst. Ihr Sohn (gespielt von Daniel Brühl), gaukelt ihr nach dem Aufwachen vor, es sei alles beim Alten, um sie zu schonen. Der Film war 2003 ein absoluter Publikumserfolg und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Mörderhus - Der Usedom-Krimi
Der Usedom-Krimi: Karin (Katrin Sass) mit Julia (Lisa Maria Potthoff) und Anke Krenzlin (Mathilde Bundschuh) am Tatort. Bild © hr/NDR/Christiane Pausch

Eine weitere, wichtige Rolle ist die der ehemaligen Staatsanwältin Karin Lassow, in den Usedom-Krimis im Ersten. Am vergangenen Freitag war sie in der Rolle der raubeinigen Susan Bennett zu sehen. In "Harrys Insel" spielte sie an der Seite von Wolfgang Stumph eine kranke Frau, deren einziger Wunsch es ist, selbstbestimmt zu leben. Die anfängliche Feindschaft entwickelt sich zu einer besonderen Beziehung, in der die beiden gemeinsam durch dick und dünn gehen.

Heute wohnt die Schauspielerin in einem einsamen Haus am Müggelsee in der Nähe von Berlin. Im Interview mit Diane Steffens erzählt die 61-Jährige, warum sie auf der Straße noch auf "Good Bye Lenin" angesprochen wird, was ihr in ihrer Krise den nötigen Halt gegeben hat und warum sie in der Einsamkeit lebt und nicht mitten in der Großstadt-Metropole Berlin.

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