Fahrradhelme im Geschäft
Bei den Farben gilt: Leuchtende Farben werden besser gesehen. Bild © picture-alliance/dpa

Wer heute aufs Rad steigt, sollte dabei auf jeden Fall einen Helm tragen, um den Kopf zu schützen und den Kindern ein Vorbild zu sein. Allerdings sollte der Helm richtig sitzen. Dazu gibt's beim Kauf einiges zu beachten.

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Unsere Expertin

Andrea Steinmetz
Fahrradhändlerin aus Fritzlar

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Am weitesten sind sogenannte Mikroschalenhelme verbreitet. Doch gibt es auch noch hippe Hartschalenhelme. Allerdings schneiden bei Tests die Hartschalen-Versionen immer schlechter ab. Bei einem Test des ADAC aus dem Jahr 2015 belegten die vier Hartschalenhelme die letzten Plätze. Sie bieten eine schlechte Dämpfung, sind nicht so gut einzustellen und bieten auch nicht den Tragekomfort eines Mikroschalenhelms.

Gute Markenhelme gibt es im Fachhandel schon ab rund 30,- Euro für Kinder und ab rund 40,- Euro für Erwachsene.

Darauf sollte man beim Kauf achten

Die meisten Helme bestehen aus einer Mikroschale. Der Schaumstoffkern ist mit Kunststoff überzogen. Diese glatte Oberfläche kann den Aufschlag auf einem harten Untergrund besser absorbieren. Die Haltbarkeit eines Helmes liegt zwischen 4 bis 6 Jahren, je nach Herstellerangabe. Durch Umwelteinflüsse, wie z.B. UV-Strahlen, härten die Materialien aber schon eher aus und der Helm sollte entsprechend früher ausgetauscht werden.

Wenn der Helm bei einem Sturz seinen Zweck erfüllt hat, aber äußerlich unversehrt erscheint, sollte er trotzdem gegen einen neuen ausgetauscht werden. Denn im Inneren kann es zu Rissen und Beschädigungen gekommen sein, die bei einem weiteren Sturz die optimalen Schutzeigenschaften nicht mehr gewährleisten.

Um die Sicherheit zu gewähren, sollte man darauf achten, dass der Helm folgende Zertifikate enthält: CE-Zeichen und die Prüfnorm DIN En1078.

Auf den richtigen Sitz achten

Wichtig für die Sicherheit ist natürlich auch der richtige Sitz: Um die richtige Größe zu ermitteln, kann man den Kopf mit einem Maßband vermessen. Der Helm sollte zwar fest am Kopf sitzen, aber nicht wie angeschraubt! Man sollte ihn ohne die Riemen zu verstellen auf- und absetzen können.

Im Stirnbereich sitzt ein guter Helm maximal 1 bis 2 Finger breit (etwa 1 bis 2 cm) über den Augenbrauen. Der Kinngurt ist so einzustellen, dass sich zwischen Kinn und Gurt noch ein Finger schieben lässt.

Inzwischen haben viele Mikroschalenhelme auch blinkende LED-Rücklichter zur Erhöhung der Sichtbarkeit integriert. Auch ein auffälliges Design und leuchtende Farben sorgen für eine bessere Sichtbarkeit.

Ventilation prüfen

Nicht außer Acht lassen sollte man, dass der Helm über eine gute Belüftung verfügt. Die ist natürlich im sportlichen Einsatz (Rennrad oder MTB) wichtiger, wie z.B. bei einem E-Bike-Fahrer. Je nach Bedarf gibt es auch spezielle Rennrad-, Trekking-/City-Bike und Mountainbike-Helme. Wer sich mit dem Mountainbike auf Downhill-Strecken wagt, braucht ganz klar einen anderen Schutz als jemand, der nur mal zum Einkaufen in die Stadt radelt. Auch hier bieten die Mikroschalenhelme besser Möglichkeiten als die Hartschalen-Produkte.

Es empfiehlt sich, Fahrradhelme im Fachgeschäft zu kaufen. Dort kann man sich entsprechend beraten lassen und mehrere Helme verschiedener Hersteller anprobieren. Manche Geschäfte lassen einem auch eine kurze Probefahrt machen, um den Sitz unter realen Bedingungen zu testen.

Und es gilt immer zu bedenken: Der Helm ist der einzige Schutz eines Radfahrers und beim Schutz der eigenen Gesundheit sollte man nicht unbedingt auf "Geiz ist geil" setzen und man sollte sich überlegen, ob man aus modischen Gründen auf einen Helm verzichten möchte. Ein Helm lässt sich ersetzen, ein Kopf eher weniger.

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