Ein kleiner Jack-Russel-Terrier und eine Katze sitzen auf einer Bank
Bewegung hält fit - das gilt auch für Hund und Katze Bild © picture-alliance/dpa

Wie bestimmt man das Idealgewicht? Feucht- oder Trockenfutter - was ist besser? Und bei welchen Warnsignalen sollte man sofort zum Tierarzt gehen? Unser Experte Dr. Wolfgang Doering hat Ihre Fragen beantwortet.

Ab wann sind Hund oder Katze übergewichtig?

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Unser Experte

Dr. med. vet. Wolfgang Doering, Kassel

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Bei Hunden ist das von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Was hilft ist ein Blick von oben: Ist die Taille des Tieres deutlich zu erkennen? Dann hat der Hund sein Idealgewicht. Die Rippen sollten unter dem Fell spürbar sein, allerdings nicht deutlich hervorstehen – denn dann ist der Hund untergewichtig.

Bei Katzen ist ein Hängebauch ein deutliches Zeichen für Übergewicht. Bei normal großen Europäischen Kurzhaarkatzen ist ein Gewicht von 4 bis 5 Kilo normal.

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Warnsignale, bei denen man sofort zum Tierarzt gehen sollte

  • Das Tier will nicht mehr fressen
  • Es ist apathisch
  • Das Tier will sich nicht mehr bewegen
  • Das Tier nimmt nicht mehr aktiv am Familienleben teil/begrüßt seine Menschen nicht mehr
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Woher weiß man, wie viel Futter Hund oder Katze brauchen?

Die Hersteller von Tierfuttermitteln unterliegen der behördlichen Kontrolle. Die Deklaration muss korrekt sein. Das betrifft sowohl die angegebe Futtermenge, als auch die Angaben bezüglich der Zusammensetzung.

Wie oft sollte man füttern?

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Hündin "Diva" ist ein Mini Australian Shepherd

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Haustierhörerstunde zum Nachhören

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Bei Hunden ist die Frequenz vom Alter abhängig. Welpen bekommen zunächst viermal täglich, nach zwölf Wochen dreimal, ab einem Alter von sechs Monaten werden zwei Portionen täglich gegeben. Bei bekannten Magenproblemen (Bauchspeicheldrüse oder Leber) sollte man kontinuierlich Nahrung anbieten, da sonst der Magen durch Enzyme zu stark belastet ist. Dann kann dreimal täglich Futter gegeben werden.

Katzen: Zweimal täglich füttern, Trockenfutter kann permanent angeboten werden, da Katzen sich nicht überfressen. Evolutionsbedingt hatten Katzen schon immer bessere Möglichkeiten, ständig an Nahrung zu kommen.

Wie sieht es mit Leckerlies aus? Gibt es gesunde Varianten?

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Diese Lebensmittel sollten Hunde nicht fressen

Einige Lebensmittel haben schwere gesundheitliche Folgen für Ihren Hund, wenn er sie frisst. Hier finden Sie eine Liste, welche das sind.

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Leckerlies sollten nur zur Belohnung eingesetzt werden und nicht, weil der Hund oder die Katze so lieb gucken. Möglich ist die Gabe von einzelnen Trockenfutter-Linsen, die ggf. auch von der täglichen Futterration abgezogen werden können. Für Hunde bieten sich außerdem rohe Karotten in kleinen Stückchen an. Wer mag, kann Hundekekse selber backen – als Zutaten bieten sich Haferflocken, Eigelb und Quark (bei empfindlichen Tieren besser laktosefrei) an.

Trocken- oder Feuchtfutter - Was ist besser für das Tier?

Hunde: Prinzipiell kann man beides füttern. Allerdings ist Trockenfutter konzentrierter, gerade auch was die Energie angeht. Deshalb braucht man nicht so große Mengen füttern. Ein ganz wichtiges Argument für Trockenfutter ist die Zahnpflege: Die Zahnsteinentstehung ist bei Hunden, die mit Trockenfutter gefüttert werden, deutlich gemindert.

Wichtig vor allem für große Hunde: Feuchtfutter erhöht die Gefahr einer Magendrehung.

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