Ein Feuerwehrmann von hinten
Den Fehlalarm muss der Vermieter zahlen Bild © picture-alliance/dpa

Rauchmelder retten Leben, aber manchmal lösen die kleinen runden Dinger einen Fehlalarm aus. Wer zahlt den Schaden, wenn die Nachbarn die Feuerwehr rufen und die Tür aufgebrochen wird?

In Hessen sind Rauchmelder Pflicht. Gut so, denn sie retten Leben. Wer so einen Rauchmelderalarm schon einmal mitbekommen hat der weiß: Das ist ein ganz schöner Lärm. Was aber, wenn der Rauchmelder in Abwesenheit der Bewohner losgeht, die Nachbarn die Feuerwehr rufen und die dann die Tür aufbricht? Und das Ganze nicht, weil es brennt, sondern weil das Gerät einen technischen Defekt hat. Wer zahlt den Einsatz der Feuerwehr? Und wer kommt für den Schaden an der Tür auf?

Feuerwehreinsätze für Privatpersonen kostenlos

Den Feuerwehreinsatz braucht der Wohnungs- oder Hausbewohner nicht zu bezahlen. Denn Feuerwehreinsätze sind für Privatpersonen kostenlos. Außer, man schlägt mutwillig zum Beispiel einen Feuermelder ein.  

Der Mieter haftet nur bei pflichtwidrigem Verhalten

Eine aufgebrochene Tür mit einem kaputten Schloss
Tür aufgebrochen? Das muss der Vermieter zahlen Bild © Colourbox.de

In Hessen ist der Vermieter für den Einbau von Rauchmeldern zuständig. Wenn dieser nicht funktioniert, wird auch dann der Mieter nicht in die Pflicht genommen, sagt Christian Franz aus Kassel. Er ist Anwalt für den Mieterbund: "Der Mieter zahlt es jedenfalls nicht. Es gibt eine Rechtsprechung vom Amtsgericht Hannover, dass der Mieter nur dann zahlen muss, wenn ihm ein pflichtwidriges Verhalten vorzuwerfen ist." Ein pflichtwidriges Verhalten ist zum Beispiel, wenn an dem Rauchmelder herumgeschraubt wurde und er dabei beschädigt wurde. Solche Fälle sind selten, sagt der Anwalt.  

Den entstandenen Schaden trägt der Vermieter

Außerdem muss in Hessen der Vermieter dafür sorgen, dass ein Rauchmelder eingebaut wird. Und dass er richtig funktioniert, sagt Franz. Wenn also der Rauchmelder kaputt ist, muss der Vermieter für Ersatz sorgen. Und wenn bei einem Fehlalarm die Feuerwehr kommt und Schäden verursacht, muss das auch der Vermieter zahlen.  

Weitere Informationen

Rauchmelder richtig warten

Der Hessische Feuerwehrverband rät eine jährliche Wartung. Zur umfassenden Wartung gehört:

  • Die Gerätefunktion testen Hierfür betätigen Sie die Prüftaste am Warnmelder. Wenn Sie nach einigen Sekunden keinen Warnton hören ist der Melder gestört. Handlungsempfehlung: Batterie oder Rauchwarnmelder austauschen. Alle Rauchmelder sollte nach zehn Jahren ausgetauscht werden.
  • Batterie austauschen Gibt der Rauchwarnmelder im Abstand von wenigen Minuten einen Signalton von sich, muss die Batterie gewechselt werden. Nur die vom Hersteller empfohlenen Batterien nutzen. Bei Rauchwarnmeldern mit fest eingebauten Batterien muss der gesamte Warnmelder ausgetauscht werden.
  • Gerät überprüfen Die Eintrittsöffnungen müssen frei von Staub sein. Außerdem darf er nicht beschädigt sein.
  • Die richtige Umgebung Der Rauchmelder muss frei hängen, 50 cm vom Gerät entfernt dürfen keine Wände, Raumteiler oder Gegenstände sein.
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Den richtigen Rauchmelder kaufen

Aber nicht alle Rauchmelder sind empfehlenswert. Harald Popp vom Feuerwehrverband Hessen weiß, worauf man beim Kauf achten sollte: "Wir empfehlen Rauchmelder mit einer CE-Kennzeichnung. Und er soll nach DIN EN 14604 geprüft worden sein. Das ist die Voraussetzung für einen gut funktionierenden Rauchmelder." Aber nicht nur die Qualität sichert die fehlerfreie Funktion des kleinen Lebensretters. Man sollte den Rauchmelder auch immer mal wieder entstauben. Das kann einen Fehlalarm verhindern. Und Probleme ersparen.

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