Stockrose
Stockrosen gibt es in vielen Farben - Einzelne Stängel werden bis zu drei Metern hoch. Bild © picture-alliance/dpa

Stockrosen schmücken nicht nur Bauerngärten. Die hübschen, langstieligen Malvengewächse gibt es in vielen verschiedenen Farben. Was aber, wenn die Pflanze an Malvenrost leidet? Unser Garten-Doc hat Tipps. Außerdem: Warum bleiben Maulwurfshügel so lange ohne Bewuchs?

Malvenrost vermeiden und erfolgreich bekämpfen

Ilse Weinreich aus Bad Wildungen fragt: "Die Blätter meiner Stockrosen (Malve) haben unzählige punktartige Flecken - fast wie Schildläuse - und zwar sobald sie aus dem Boden kommen. Ich habe das Gefühl es wird jedes Jahr schlimmer. Ist es ein Pilz, oder liegt es an meinem Boden? Was kann ich dagegen machen?“

Und das sagt der Garten-Doc: "Das ist ziemlich eindeutig der Malvenrost. Diese Pilzerkrankung verursacht braun-rote Stippen auf den Blättern. Manchmal sind die Blätter sogar wie perforiert. Der Grund für diese Erkrankung ist meist ein Standortfehler. Die Empfehlung: Zunächst einmal sonnige Standorte wählen, die gut belüftet sind. Denn so können die Blätter gut und schnell abtrocknen. Zur Bekämpfung: Schachtelhalmbrühe vorbeugend einsetzen und gleichzeitig nicht zu stark düngen. Die Malve ist ein Hungerkünstler, sie braucht wenig oder gar keinen Dünger. Eine Pflanze, die zu mastig ist, bekommt schneller Krankheiten. Und dazu gehört auch der Rostpilz. Es gibt im Handel resistente Sorten, die den Rost nicht bekommen.

Malvenrost an einer Stockrose
Malvenrost an einer Stockrose: Die Pilzerkrankung lässt sich durch einen sonnigen und luftigen Standort vermeiden. Bild © picture alliance / blickwinkel

Pflanzenpflege: Alte Pflanzen entnehmen, so dass die Pflanze nicht zu lange an einem Standort ist. Man kennt das auch von Rosen, die ja auch, wenn die Triebe zu alt werden, nicht mehr richtig treiben, stagnieren und Krebserkrankungen bekommen. Hier sollte man deshalb die alten Triebe rausschneiden. Bei Malven ist es ähnlich, wobei die Malve zu den zweijährigen Pflanzen gehört. Das heißt, oftmals sind sie nach zwei bis drei Jahren nicht mehr lebensfähig. Die alten Pflanzen sterben ab, sähen sich zum großen Teil aber auch selber aus.

Alternative Bekämpfungsmittel sind auch Netzschwefel oder Kupfer-Präparate – wer mit solchen Mitteln arbeiten will. Diese sind noch verträglich."

Nackte Maulwurfshügel

Franz Voit aus Frankfurt möchte wissen: "Wenn man durch die Lande fährt, sieht man viele Wiesen mit Maulwurfhügel, auf denen aber nichts mehr wächst. Deshalb meine Frage an den Experten. Warum wächst auf einem Maulwurfhügel nichts mehr, obwohl vorher Bewuchs vorhanden war?“

Und das sagt der Garten-Doc: "Geduld, es wird was wachsen. Wenn der Maulwurf wühlt, haben wir es mit frisch aufgeworfenem Boden zu tun. Da braucht es ein bis drei Wochen, bis Unkraut und Samen - die garantiert im Mutterboden vorhanden sind - an die Oberfläche kommen. Maulwurfhügel werden genauso grün wie anderer Mutterboden. Sonst müsste man ja auf jeder Wiese nur noch Maulwurfhügel sehen.“

Tipp zum Nachhören: Hecken als Sichtschutz

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Sendung: hr4, Mein Morgen in Hessen, 10.10.2017, 9:45 Uhr

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