Rasen
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Was tun gegen fiese Grasmilben im Rasen? Das weiß unser hr4-Garten-Doc. Außerdem gibt er Tipps, wie man auf einer Wiese ein buntes Blütenfeld entstehen lässt.

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Lästige Grasmilben loswerden

Familie Waldmann wird im Garten von kleinen - ungefähr zwei Millimeter großen - schwarz/braunen Tierchen geplagt: "Sie haben gut sichtbare Beine und auch der Kopf ist gut zu erkennen. Sie können nicht fliegen, springen aber ziemlich hoch und stechen. Bei unserem Hund haben wir sie im Fell gefunden und ebenso bei den Hühnern. Auch vor uns machen sie nicht halt. Die ganze Familie hat kleine rote Stiche, die fürchterlich jucken. Schon nach wenigen Metern durch den Garten wird man regelrecht angefallen. Der Garten besteht hauptsächlich aus Rasenfläche, aber auch Gemüsebeet, Blumenanlage und Terrasse, momentan leider kaum nutzbar. Wir suchen dringend nach einer Lösung, die sowohl für die Umwelt und unsere Tiere ungefährlich ist. Für einen Rat wären wir sehr dankbar."

Und das sagt der hr4-Garten-Doc: "Das sind vermutlich Grasmilben; ausgesprochen lästige Gesellen. Eine einfache Idee ist, sich dicht zu kleiden: Hose in die Strümpfe und festes Schuhwerk. Somit haben die Milben es schwer, auf die Haut zu gelangen. Nach dem Gartenbesuch sollte man duschen. Grasmilben setzen sich an der Haut nicht so schnell fest. Allerdings gibt es unterschiedliche Arten; einige bohren sich richtig in die Haut hinein und verursachen fürchterlich juckende Stellen am Körper.
Um die Grasmilben aus dem Rasen zu vertreiben, gibt es ein Zecken- und Grasmilbenkonzentrat, das man ausbringen kann. Es ist ein im Handel erhältliches, biologisches Mittel. Was aber die Ausbreitung der Grasmilben erheblich behindert, ist eine regelmäßige Rasenpflege. Das Gras kurz schneiden, wöchentlich mähen, regelmäßig vertikutieren und düngen. Das stört die Plagegeister, denn in der Regel findet man Grasmilben häufig in Gärten, die keine gepflegte Rasenfläche haben. Dort sind die Rasentriebe länger, es ist mehr Feuchtigkeit vorhanden und die Milben haben Ruhe, sich dort auszubreiten."

So entsteht eine bunte Blumenwiese

Konrad Sinning aus Beiseförth: "Ich habe in meinem Garten zehn Quadratmeter Blumenwiese, auf der aber außer einigen Margeriten keine Blumen zu sehen sind, sondern nur Gras, das ich zwei Mal im Jahr mit der Sense gemäht habe. Was kann ich tun, damit mehr Blumen wachsen und weniger Gras? Ich hatte im Frühjahr Blumensamen auf der Fläche verteilt und hätte gerne Blumen, so wie es die Landwirte anstreben, die in der Natur Blühflächen schaffen wollen."

Und das sagt der hr4-Garten-Doc: "Zunächst muss man die Rasenfläche aufbrechen, damit die Samen auch keimen können. Vorher müssen die gröbsten Unkräuter entfernt werden. Erst dann kann man eine Blumenwiese erwarten. Wenn man viel Löwenzahn hat, der den Boden begrünt und abdeckt, dann wird dort kein Saatgut wachsen können.
Man schafft - vorzugsweise im Frühjahr - eine offene Beetfläche, beispielsweise mit einer Fräse, zur Not in Handarbeit, so dass offener und somit aufnahmefähiger Boden da ist. Dann wird etwa Mitte oder Ende April Saatgut ausgebracht und im Laufe der Jahre nachgesät. Es gibt auch Mischungen im Handel, die über viele Jahre wachsen.
Letztendlich ist es ein Zusammenspiel zwischen dem ausgewählten Saatgut und dem Standort im Garten. Bei einem trockenen, steinigen, besonnten Boden hat man sehr gute Chancen auf die schönste Blumenwiese. Ist die Fläche hingegen lehmig und nähstoffreich, wird es schwieriger, denn das sind ideale Bedingungen für die Gräser, die dann entsprechend stärker wachsen."

Audiobeitrag
Eine Frau hält Blumenzwiebeln in den Händen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Blumenzwiebeln setzen: Wohin und wie viele?

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Ihre Fragen an den hr4-Garten-Doc

Haben Sie Probleme im Garten? Lassen die Blumen die Köpfe hängen, muss ein Schattenfleckchen begrünt werden oder nimmt das Unkraut überhand? Vielleicht kann Ihnen unser Experte helfen.

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Sendung: hr4, Mein Morgen in Hessen, 19.9.2017, 9:45 Uhr

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