Blütenpracht der Weihnachtssterne
Es ist vor allem das Rot, das den Weihnachtsstern so besonders macht. Bild © Colourbox.de

Millionenfach verkauft, verschenkt und nach Weihnachten verschmäht. Der Weihnachtsstern ist die Weihnachts-Pflanze schlechthin. Wie Sie ihn über Jahre pflegen und dann auch die Blätter wieder rot werden, das erfahren Sie hier.

1. Herkunft

Ursprünglich kommt der Weihnachtsstern aus Mexiko. Dort säumt der Strauch aus der Familie der Wolfsmilchgewächse wild wachsend die Wegesränder. Die roten Hochblätter (Brakteen) werden häufig irrtümlich als Blüten bezeichnet, dabei sind die Blüten der Weihnachtssterne recht unspektakulär.

Intensives Rot des Weihnachtssterns
Inmitten der roten Hochblätter sind die kleinen Blüten. Bild © Colourbox.de

2. Färbung

Es ist das intensive, unvergleichliche Rot, das ihn so einzigartig macht. Genau das ist seine Ursprungsfarbe; mittlerweile gibt es allerdings Züchtungen in allen erdenklichen Färbungen, bis hin zu blauen Hochblättern. Trend für dieses Jahr ist ein Rosa-Ton.

Weihnachtssterne
Gezüchtet werden die Weihnachtssterne in unterschiedlichen Farbtönen. Bild © Imago

3. So kommt er gut über den Winter - Tipps von der Expertin

Oftmals sieht man Weihnachtssterne, die ihre Blätter verlieren und bereits nach kurzer Zeit nicht mehr schön anzuschauen sind. Nicht nur, aber meist liegt es am Standort, sagt Floristmeisterin Kerstin Bohlender vom Blumenhaus Dietzsch in Ahnatal-Weimar und hat diese Tipps parat:

  • Der Weihnachtsstern mag keine kalten Füße: Auf einem kühlen Steinfußboden hat er nichts verloren, da friert er.
  • Vermeiden Sie Zugluft! Steht er im Flur, nahe der Haustür oder an einem zugigen Fenster? Das ist nicht gut. Wenn ihm ein eisiger Wind um die Blätter weht, fühlt er sich nicht wohl.
  • Nicht zuviel, aber ausreichend wässern. Wenn er konstant leicht feucht ist, wird er es Ihnen danken.
  • Sein Ursprungsland ist Mexiko. Vergessen Sie das nicht! Auch Wasser mag er am liebsten zimmerwarm, nicht eiskalt.
  • Gleiches gilt für die Zimmertemperatur: 17 bis 22 Grad Celsius sind gut für ihn.

Erfolgreich überwintert

Weihnachtsstern
War letztes Jahr noch winzig - der Weihnachtsstern von hr4-Redakteurin Gunilla Wolff. Bild © hr/Gunilla Wolff

Hier ist der Beweis, dass aus kleinen, mit Glitzer besprühten Weihnachtssternen ganz große werden können. hr4-Redakteurin Gunilla Wolff hat ihn im letzten Jahr geschenkt bekommen und offensichtlich alles richtig gemacht.

4. So wird er pünktlich zum kommenden Weihnachtsfest wieder rot

Jetzt haben Sie ihn erfolgreich über den Winter bekommen und stellen im Frühjahr oder Sommer fest, dass er seine rote Färbung verliert? Das macht nichts, denn Sie können ihn austricksen: Ungefähr acht Wochen vor der Adventszeit gaukeln Sie ihm einfach einen verkürzten Tag vor und er beginnt dann von selbst wieder, seine Hochblätter rot zu färben. Das macht er naturgemäß, um mit seiner schönen Färbung die Insekten anzulocken. Und wie gaukeln Sie ihm einen kurzen Tag vor? Ganz einfach! Sie versagen ihm schlicht für mindestens 12 Stunden pro Tag natürliches und auch künstliches Licht, indem Sie ihm einen Eimer oder einen Karton überstülpen. Sie werden sehen, nach ungefähr acht Wochen dankt er es mit intensiv roten Hochblättern.

5. Weihnachtsstern vermehren - Stecklinge ziehen

Wenn Sie nun so viel Gefallen an Ihrem Weihnachtsstern gefunden haben, dass Sie ihn vermehren möchten, kein Problem. Das geht einfach über das Schneiden von Stecklingen. Dazu schneiden Sie einen Trieb schräg ab und halten ihn kurz in eine Flamme von Kerze oder Feuerzeug. Das dient der Versiegelung der "Wunde". Jetzt kann er in ein Wasserglas und Geduld ist gefragt. Hat er Wurzeln gebildet, kommt er in einen kleinen Topf mit herkömmlicher Blumenerde und kann dort wachsen und gedeihen.

Sendung: hr4, hr4 - Mein Morgen in Hessen, 07.12.2017, 6:05 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit